Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 120 (sequence 143)
- Language
- German
- Belongs to
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— 120 — haben wir auf die verteilte Büchse 0.55 Kop. oder 1.20 Mark erhalten. Wie viel auf die geleerte Büchse entfällt, ist bei unsern Verhältnissen leider sehr schwer festzustellen. Wie in den frühern Jahren haben wir unsere Bemühungen in der Verbreitung der Ansichtskarten fortgesetzt und erweitert. Es wurden 82000 Stück verkauft; hauptsächlich waren es die Karten des Verlags „Libanon", von denen viele neue Sujets herausgegeben wurden, teilweise die des Hauptbureaus; Palästinaansichten aus dem Lande selbst und dem neuen Leben dort erfreuten sich der besten Nachfrage. Guten Anklang haben auch die farbigen Karten des Hauptbureaus gefunden, die wir im laufenden Jahre bekamen; wir verkauften sie nur serienweise zu 20 Stück à 1 Rbl. inklusive Porto; trotz der verhältnismäßig hohen Summe haben sich doch viele Käufer gefunden. In der letzten Zeit haben wir Schritte unternommen, um Serien stereoscopischer Bilder aus Palästina (Land, Leute, neues Leben) die nach ihrem Preise den breiten Schichten zugänglich wären, zu erhalten. Sollte die Verwirklichung unserer Absichten uns gelingen, erwarten wir von diesem Unternehmen eine große Forderung der Liebe zu unserm Lande, also auch der materiellen Mitwirkung zu seiner Belebung. 3. Erweiterung des Arbeitsfeldes. Es gelang uns im Berichtsjahre die Zahl der Ortschaften in denen für den N. F. gearbeitet wird, wesentlich zu vergrößern. Von zirka 500 Orten welche wir im Jahro 1908 erreichten, stiegen wir auf 600 im nächsten und kommen im Berichtsjahre auf 800. Die Popularität unserer Volksinstitution wächst im Lande und nicht selten erhalten wir Mitteilungen von Leuten aus Ortschaften, an die wir uns gar nicht gewandt haben. 4. Die technische Seite der Arbeit. In bezug hierauf hielten wir, wie schon anfangs erwähnt, an denselben Regeln fest, die wir 1908 eingeführt haben. Wir führten die Gelder wöchentlich nach London ah und publizierten ebenfalls wöchentlich ausführliche Berichte im „Rasswjet". Die allgemeinen Ergebnisse der Wocheneingänge, nach den Sammelorten geordnet, wurden auch im „Haolam" veröffentlicht. Von mancher Seite, besonders aus Polen, wurde verlangt, daß wir unsere Mitteilungen auch in einem der in Warschau erscheinenden, gut verbreiteten Jargon-Tagesblätter publizieren, da das russische Blatt dort einen sehr kleinen Leserkreis hat; diesem leicht begreiflichen Wunsche konnten wir leider wegen der großen Kosten, die damit verbunden wären, nicht nachkommen. Außer den bestätigenden Veröffentlichungen im „Rasswjet" senden wir gleich nach Empfang jeder Summe unserm Vertrauensmann eine Bestätigung. Die Spender der Ölbäume erhalten die von uns dazu herausgegebenen hebräischen Diplome, die dank ihrer Ausstattung eine werbende Wirkung ausüben. Mit unsern Mitarbeitern unterhielten wir einen sehr lebhaften Briefwechsel. Wie in den frühern Jahren war dieser fast ausschließlich in unserer Nationalsprache geführt. Unsere Mahnungen und Aufrufe fanden immer einen lebhaften Widerhall.