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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 83

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 83 (sequence 102)
Language
German
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IRI
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— 83 - Institut hat mit einem Krankenhause gar nichts zu tun; es ist durchaus nicht auf dessen Vorhandensein angewiesen. Die Hospitäler mögen die Untersuchungen, welche sie selbst nicht ausführen können, wie es jeder praktische Arzt tut, dem Institut überweisen oder sich ein eigenes Laboratorium einrichten. Wenn das Hygienische Institut dem Direktor eines Krankenhauses in Palästina unterstellt würde, so wäre ihm dadurch der Nimbus einer Autorität verliehen. Wir wollen aber nicht einem Arzt eine Prävalenz vor den übrigen einräumen und ihm dadurch der heilungsuchenden Bevölkerung gegenüber eine größere Bedeutung einräumen als den übrigen Ärzten. Die willigste und freudige Mitarbeit der sämtlichen Ärzte des Landes ist die Vorbedingung für das Gedeihen des Instituts. Aus diesem Grrunde werden wir auch verlangen müssen, daß der Direktor des Hygienischen Instituts sich auf die ihm zugewiesene Tätigkeit beschränkt und keine Praxis ausübt. Nur auf solche Weise ist Eifersüchteleien und Mißhelligkeiten vorzubeugen, die nur zum Schaden des Instituts auslaufen können. Es wäre wünschensAvert, daß die zum Bau nötigen Mittel recht bald beisammen wären, da das Technikum bekanntlich jetzt im Baue ist und durch die gleichzeitige Errichtung unseres Instituts Kosten gespart werden könnten. Das Terrain hoffen wir vom Nationalfonds geschenkt zu bekommen. Wenn sich die Hoffnungen, welche wir an die Gründung des Hygienischen Instituts in Palästina knüpfen, erfüllen, so wird nicht nur das Land und das Volk, welches dieses Land beAvohnt, und dessen Gros hoffentlich bald das unsere sein wird, den Nutzen davon haben, sondern wir dürfen hoffen, daß es auch ein mächtiges Instrument unserer Ber wegung sein wird, welches uns unserm Ziele näher führen kann als manche andern Unternehmungen. Nachfolgend der von unserm verstorbenen Freunde Dr. Arndt verfaßte Aufruf, welchen das obengenannte Ehrenkomitee unterzeichnet hat: Aufruf. „Mit dem Aufschwung, den die jüdische Bevölkerung des ottomanisehen Reiches und speziell Palästinas in den letzten Jahren dank der politischen Ereignisse genommen hat, bewegt sich auch ihre soziale Lage in ständig aufsteigender Entwicklung. Hand in Hand hiermit ist den gesteigerten kulturellen Bedürfnissen der Bevölkerung durch Schaffung bzw. Hebung von Kindergärten, Schulen, Gymnasien, Seminaren Rechnung getragen worden, denen sich neuerdings, dank der Initiative des Hilfsvereins der Deutschen Juden, die Errichtung des Jüdischen Instituts für technische Erziehung<c in Haifa anschließt. All diese im besten Sinne kolonisatorische Tätigkeit hat zur natürlichen Voraussetzung die Gesundheit des Landes und die Regelung der sanitären Verhältnisse der Bevölkerung. Schon jetzt besitzt Palästina eine große Anzahl europäisch ausgebildeter, teils frei, teils an Spitälern wirkender Ärzte, deren Funktion 6*

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