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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 82

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 82 (sequence 101)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038126--0104-9038227
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— 82 — das hygienische Institut durch die ihm von seiten der Ärzte des Landes sowie späterhin von den Landeshehörden zugewiesenen Arbeiten sich selbst erhalten können wird. Auch könnte durch die Vermittlung des Verkaufs von Pockenlymphe, Diphtherie- und Tetanusserum, Bakterien- und Organpräparaten ein wenn auch geringer Nebenverdienst erzielt werden. Der Gesamtkostenbetrag dürfte etwa 200 000 J(> für die Einrichtung des Instituts, Baukosten usw. eingerechnet, betragen. Die Höhe der Gehälter läßt sich noch nicht bestimmen. Um die Mittel aufzubringen, haben sich Ehrenkomitees in verschiedenen Ländern gebildet. In Deutschland haben folgende jüdische Arzte unsern Aufruf unterzeichnet: Geheimer Obermedizinalrat Prof. Dr. Paul Ehrlich, Direktor des Instituts für experimentelle Therapie und des Georg Speyer-Hauses (dessen Name ja in der ganzen Welt berühmt ist), Geheimer Medizinalrat Professor Dr. v. Wassermann, Abteilungsvorsteher im Königlichen Institut für Infektionskrankheiten zu Berlin (bekannt durch die Entdeckung der nach ihm benannten Wassermannschen Keaktion, welche uns gestattet, eine im Körper verborgene Syphilis aus dem Blute zu diagnostizieren), die bedeutenden Kliniker: Geheimer Medizinalrat Dr. Senator, Professor an der Universität Berlin, und Geheimer Medizinalrat Dr. Landau, Professor an der Universität Berlin, Geheimer Eegierungsrat Professor Dr. Proskauer, Direktor des Städtischen Untersuchungsamtes für hygienische usw. Zwecke,' der berühmte Chirurg Professor Dr. James Israel, Direktor der chirurgischen Abteilung, und Professor Dr. Strauß, Direktor der innern Abteilung des Krankenhauses der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dem Ehrenkomitee für Nordamerika ist der ausgezeichnete Biologe Professor Dr. Jacques Loeb in einem sehr herzlichen Briefe an den Referenten beigetreten. Auch in andern Ländern haben wir die größten Autoritäten für unsere Sache gewonnen, und wir können mit Stolz als Juden auf diese Männer blicken, welche zu den Ersten ihres Landes gehören und welche durch glänzende Entdeckungen und Erfolge sich und dem jüdischen Volke Ehre und Ruhm gebracht haben. Auf Grund dieser Namen erhoffen wir reichlichen Zufluß von Mitteln. Leider ist diese Hoffnung bisher nur in sehr bescheidenem Maße in Erfüllung gegangen, aber wir erwarten von der Winterkampagne einen bedeutendem Erfolg. Ich möchte bei dieser Gelegenheit die Mitglieder der Arbeitausschüsse in den verschiedenen Ländern dringend bitten, mit aller Kraft für die Sache tätig zu sein, welche sie so freundlich waren, zu übernehmen; und ich möchte sie ferner bitten, Mahnbriefe, die der Sekretär des Zentralkomitees für die Errichtung1 des Hygienisch en In stituts in Palästina an sie richtet, erst dann in den Papierkorb zu werfen, wenn sie sie sich zu Herzen genommen, befolgt und beantwortet haben. Es ist uns nahegelegt worden, das Institut an eines der bestehenden Krankenhäuser in Palästina anzugliedern. Einem derartigen Vorschlag können wir uns nur mit allen Kräften widersetzen. Ein hygienisches

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