Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 78 (sequence 95)
- Language
- German
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— 78 — 6000 Frs. hielt, ist dasselbe jetzt auf über 10000 Frs. angewachsen und wird bei der stetig zunehmenden Handfertigkeit der Arbeiter und Arbeiterinnen, durch den Mehrbedarf an Rohmaterialien, durch das Engagement von Lehrkräften, durch den Mehrbedarf an Werkzeugen und Maschinen eine weitere Zunahme erfahren. Wir kranken noch immer an recht ungenügendem Betriebskapital, und wenn auch dasselbe durch die Zuführung des im letzten und in diesem Jahre erzielten Einnahmeüberschusses und durch die Erhöhung unseres Kredits bei der Anglo Palestine Company in Jerusalem eine Vergrößerung erfahren konnte, so waren wir, wie bereits erwähnt, genötigt, einen Teil desselben in dem neuerrichteten Teppichatelier und in sonstiger Weise zu investieren. Ein größeres Betriebskapital ist aber unbedingt für uns erforderlich, und es wird unsere Aufgabe sein müssen, Sorge zu tragen, uns dasselbe in ein oder der andern Weise zu beschaffen. Vor pekuniären Sorgen muß die Leitung der Schule unter allen Umständen geschützt werden, wenn die Dispositionen derselben und die Arbeitsfreudigkeit nicht gehemmt werden sollen. Die bedeutend gesteigerte Produktion der Schule hat nicht nur flotten Absatz gefunden, sondern wir mußten auch mit der Ausführung einer großen Anzahl von Bestellungen rückständig bleiben. Bei Niederschrift unseres Berichtes lagen der Schule für zirka 50 000 Frs. unerledigte Bestellungen vor. Wir glauben daher, für das kommende Jahr eine weitere Erhöhung des Absatzes in Aussicht stellen zu können. An Arbeitslöhnen haben wir im verflossenen Jahre exkl, der für den Unterhalt der Schule erforderlichen Beträge zirka 50000 Frs. bezahlt. Davon entfallen allein über 15000 Frs. auf das Teppichatelier und über 20000 Frs. auf das Filigranatelier. Von dem Wert der in den verschiedenen Ateliers erzeugten Gegenstände repräsentierten die Arbeitslöhne im Teppichatelier 27 Prozent, im Seidenteppichatelier 50 Prozent, im Rahmenatelier 45 Prozent, im Filigranatelier 43 Prozent, im Inktrustationsatelier 60 Prozent, im Kupferatelier 331/3 Prozent, in der Tischlerei 70 Prozent. Die Lithographische Abteilung und die Korbflechterei werden nicht für unsere Rechnung betrieben, was wohl aber später gleichfalls der Fall sein wird. Die Ausgaben für die Schule selbst, für das in derselben angestellte Lehr- und Bureaupersonal, für die Diener, die erforderlichen Lehrmaterialien stellten sich im verflossenen Jahre auf 30 629.99 Frs. Aus der veröffentlichten Bilanz unseres Vereines ist ersichtlich, daß der Saldo der Aktiva und Passiva sich auf 31 442.05^ gegen 16865.11 Jé im Vorjahre stellt und somit eine Zunahme von fast 15000 Jé. er-