Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 77 (sequence 94)
- Language
- German
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t~ 77 - in rapider Weise fortgesetzt. Die erst vier Jahre bestehende Schule ist zu einem wahren Großbetriebe ausgewachsen. Die Zahl der am Bezalel beschäftigten Personen betrug: im Jahre 1908 ca. 100 Köpfe. , 1909 , 150 , „ „ 1910;; 270 „ Der Wert der hergestellten und verkauften Erzeugnisse belief sich: im Jahre 1908 auf ca. 20 000 Frs. , „ 1909 „ , 35 000 , , „ 1910 , „ 90 000 „ Diese Zahlen bestätigen, daß es dem selbstlosen Leiter der Schule, Herrn Prof. Boris Schatz, gelungen ist, dieselbe in außergewöhnlicher Weise zu entwickeln. Die Räume des Bezalelhauses, die wir seither innehatten, haben sich längst für die Zwecke der Schule als viel zu klein erwiesen, so daß wir genötigt waren, in benachbarten Häusern zwecks Unterbringung verschiedener Werkstätten Räumlichkeiten zuzumieten. Durch Überlassung des zweiten Bezalelhauses hat der Jüdische Nationalfonds dem Kaummangel, der die fernere Entfaltung der Schule behinderte, Abhilfe geschaffen. Vor einigen Monaten hat die Schule von dem zweiten Bezalelhaus Besitz ergriffen, es konnte eine bedeutende Vergrößerung der Ateliers, die Schaffung neuer Werkstätten und die Verlegung des Museums nach geeigneteren Räumen vorgenommen werden. Trotzdem stellte sich die Notwendigkeit des Baues eines neuen Teppichateliers heraus. Das Teppichatelier bestand seither aus mehreren kleinen unzusammenhängenden Räumlichkeiten, die die Übersichtlichkeit und die Kontrolle erschwerten und sich nicht zum Aufstellen großer Webstühle eigneten. In dem die Bezalelhäuser umgebenden Garten wird ein für die Aufnahme von 100 —150 Knüpferinnen bestimmtes Teppichatelier errichtet, mit dessen Bau noch vor der Regenzeit begonnen wurde und das binnen kurzer Frist seiner Bestimmung übergeben werden kann. Der Umzug der Schule in das zweite Bezalelgebäude, die Vergrößerung der Werkstätten, die baulichen Veränderungen, die Neuanschaffung einer großen Anzahl von Hilfsmaschinen und Werkzeugen, das Aufstellen großer Webstühle haben naturgemäß bedeutende Kosten verursacht und zur Schmälerung unseres ohnehin kleinen Betriebskapitals nicht unwesentlich beigetragen. Die Kosten für den Bau des Teppichateliers stellten sich auf über 20000 Frs , zu denen uns der Jüdische Nationalfonds wiederum in liebenswürdigster Weise einen Beitrag bewilligte. Für das rege Interesse, das das Direktorium des Jüdischen Nationalfonds an unsern Bestrebungen nimmt, und für die stete bereitwillige Unterstützung, deren wir uns zu erfreuen haben, sprechen wir demselben hierdurch unsern allerherzlichsten Dank aus. Die außerordentliche Entfaltung der Schule hatte naturgemäß ein bedeutendes Anschwellen des Monatsbudgets zur Folge. Während im verflossenen Jahre das monatliche Budget sich auf der Höhe von zirka