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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 76

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 76 (sequence 93)
Language
German
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IRI
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einen Teil derselben auf dem flachen Lande anzusiedeln und somit den ersten Schritt zur Verbreitung des Kunstgewerbes außerhalb Jerusalems zu tun. In der Nähe Lyddas, einer Station der Eisenbahn Jaffa-Jerusalem in Ben Schemen geht die erste Arbeiterkolonie des;;Bezalel" ihrer Vollendung entgegen. Mit dem Bau der Arbeiterhäuser und der Werkstatt wurde bereits vor mehreren Monaten begonnen, eine Anzahl derselben sind unter Dach und Fach, und die übrigen Häuser sowie die Werkstatt werden gleichfalls in Bälde beziehbar sein. Die kleine Kolonie mit ihren weißen schmucken Arbeiterhäusern macht jetzt schon den besten Eindruck. Die Lage ist eine durchaus gesunde. Von dem Boden, auf dem sich einst unsere Ahnen in friedlicher Arbeit betätigten, haben deren Nachkommen wieder Besitz ergriffen! Bei dem Graben der Fundamente für die Häuser ist man auf jüdische Grabstätten gestoßen, deren Alter mehr als 2000 Jahre betragen mag. Aach wurden bei dieser Gelegenheit Cysternen aus jener Zeit bloßgelegt, die jetzt wieder Verwendung finden werden und eine kostspielige Brunnenanlage überflüssig machen. Nach dem entworfenen Bebauungsplan soll zu jedem der Arbeiterhäuser ein Terrain von ca. 20 Ar gehören, auf dem die Arbeiterfamilien einen Gemüsegarten anlegen und Geflügelzucht betreiben können. Die Arbeiter werden sich in der gemeinsamen Werkstätte gegen ein festes monatliches Einkommen, wie sie es auch seither in Jerusalem bezogen haben, mit der Herstellung kunstgewerblicher Gegenstände befassen, während deren Frauen und die erwachsenen Kinder Gemüsebau, Geflügelzucht und Milchwirtschaft betreiben können. Den Frauen wird außerdem Gelegenheit gegeben werden, sich mit Teppichknüpfen und mit der Anfertigung von Spitzen zu befassen. Auf diese Weise werden wir den Arbeiterfamilien, welche wir in unserer Kolonie ansiedeln, eine gesicherte und zufriedene Existenz unter gesunden Lebensbedingungen verschaffen, während dieselben seither in Jerusalem in engen und schmutzigen Wohnungen vom Fieber und andern Krankheiten heimgesucht waren. Für die Ansiedlung haben wir zunächst acht tüchtige jemenitische Arbeiter der Filigran ab teilung mit ihren Familien, ferner vier Arbeiter aus dem Holzatelier sowie einen Werkmeister in Aussicht genommen. Bewährt sich unser erster Ansiedlungsversuch und finden wir die genügende pekuniäre Unterstützung, so werden Avir später eine weitere Anzahl derartiger Kolonien in andern Gegenden Palästinas zu begründen suchen. Daß vorstehendes Projekt zur Ausführung gelangen konnte, haben wir in erster Linie dem Direktorium des jüdischen Nationalfonds zu verdanken, welches die Bedeutung der Kunstgewerbeschule „Bezalel" für die kulturelle Entwicklung Palästinas erkannte und uns nicht nur in bereitwilligster Weise das erforderliche Terrain zur Verfügung stellte, sondern uns auch zur Errichtung der Arbeiterhäuser ein Darlehen von 20 000 Fr. bewilligte. Der Aufschwung der Schule, den wir bereits in unserm letzten Berichte verzeichnen konnten, hat sich in der diesmaligen Berichtsepoche

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