Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 48 (sequence 59)
- Language
- German
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— 48 Dank dem Montefiore-Fonds, der seit jeher speziell für Jerusalemer Häuserbaugesellschaften verwendet wird, besteht seit Jahren in Jerusalem trotz der stetigen Zunahme der jüdischen Bevölkerung kein dringendes Bedürfnis nach Errichtung neuer Stadtviertel. Ja, durch die Krisis, die in Jerusalem in diesem Jahre in manchen Wohlfahrtsinstituten eingetreten ist und die im Verein mit andern Ursachen eine Einkommensverminderung der jüdischen Einwohnerschaft zur Folge hatte, ist dort die Miete für die Wohnungen erheblich gesunken. Überhaupt hat die genannte Krisis samt ihren Begleiterscheinungen klar bewiesen, daß der „Bezalel" mit seinem Plan, die Chalukkahgaben, von welchen jetzt fast die Hälfte der Jerusalemer Bevölkerung ganz oder teilweise lebt, durch Einführung lohnender Arbeit abzulösen, auf dem richtigen Wege ist. Der J. N. F hat daher, in richtiger Würdigung der großen Aufgabe der Bezalel, die beiden großen und schönen Häuser, die er vor zweieinhalb Jahren erworben hat, dieser Kunstgewerbeschule zur Verfügung gestellt. Als sich im letzten Jahre die Notwendigkeit des Baues eines Teppichateliers, das die Aufstellung großer Webstühle und die Aufnahme von 100—150 Knüpferinnen ermöglichen sollte, herausstellte, hat der J. N. F. dies dadurch ermöglicht, daß er an den Baukosten von 25500 Frs. sich mit einem Beitrag von 15000 Frs. beteiligte und den Rest dem Bezalel als Darlehen gegen Rückzahlung in sieben Jahresraten vorstreckte. II. Verwaltung. Aus der in knappen Umrissen geschilderten Tätigkeit in Palästina ist ersichtlich, daß dieselbe einen immer größern Umfang annimmt. Hiervon wurden nicht nur unsere Funktionäre in Palästina, sondern auch jene in Europa immer mehr in Anspruch genommen. Es erscheint deshalb angebracht, einiges über die Verwaltungsarbeit außerhalb Palästinas anzuführen. An der Spitze des N. F. steht bekanntlich das Direktorium, dem zurzeit die eingangs dieses Berichtes angeführten Mitglieder angehören. Die Direktoren werden jeweils von der Generalversammlung gewählt, die sich einschließlich der Direktoren und Governors aus 24 Mitgliedern zusammensetzt. Da die Mitglieder des Direktoriums und der Genossenschaft in verschiedenen Ländern wohnen und deshalb nicht häufig zusammenkommen können, werden in der Regel die Generalversammlungen sowie die Sitzungen des Direktoriums im Anschluß an allgemeine Tagungen wie Kongreß, Jahreskonferenz und AC-Sitzungen abgehalten. Hierdurch wird