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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 31

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 31 (sequence 40)
Language
German
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IRI
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— 31 — nationalen Sprache kann es schlechthin keine echte nationale Kultur geben. Die Behauptung, die hebräische Sprache sei tot und könne höchstens nur noch einen Gegenstand der jüdischen Forschung und Wissenschaft bilden, ist durch unsere heranwachsende Jugend in Palästina längst widerlegt. Im Lande unserer Väter ist Hebräisch die Sprache unserer besten Söhne, eine lebendige Sprache, die von Tausenden gesprochen wird. In den palästinensischen Kolonien ist sie die Muttersprache der jüngern Generation, die Sprache des Schulunterrichts und des gesellschaftlichen Verkehrs. Diese unzweifelhaften Beweise der Lebensfähigkeit des Hebräischen konnten auch in der Diaspora ihre Wirkung nicht verfehlen. Es gibt heute nur noch wenige, die an einer Renaissance der hebräischen Sprache zweifeln. Auch in Westeuropa macht die Förderung der hebräischen Sprache erfreuliche Fortschritte. Es haben sich in der letzten Zeit an verschiedenen Orten zionistische Jugendvereine gebildet, die die Erlernung der hebräischen Sprache sich zur Pflicht machten. Mehrere zionistische Vereine, besonders in Galizien und Rußland, haben hebräische Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene eingerichtet. Das wachsende Interesse für hebräische Sprache und Literatur zeitigte den Gedanken, eine Organisation für die hebräischen Kulturaufgaben ins Leben zu rufen. Am 19. und 21. Dezember 1910 tagte in Berlin die zu diesem Zweck einberufene Konferenz, an der hervorragende Schriftsteller und Gelehrte und Männer des öffentlichen jüdischen Lebens in ansehnlicher Zahl sich beteiligten. Auf dieser Konferenz wurde ein Zentralkomitee mit dem Sitz in Berlin gewählt, dem u. a. Achad-Haam, Ben-Jehuda, Dozent Dr. Baneth, Martin Buber, Ruben Brainin, Berthold Feiwel, S. Horowitz, D. Yellin, Dr. Klausner, Dr. Mittwoch, Leo Motzkin, Ghacham Jacob Meir, N. Sokolow, Rabbiner Dr. Warschau und M. Ussischkin angehören, das die Gründung einer „Organisation für hebräische Sprache und Kultur" und die Einberufung eines hebräischen Kongresses vorreiten soll. Es gelang dem Zentralkomitee, weitere Ortsgruppen und Landeskomitees (in Deutschland unter Vorsitz des Professors Dr. Mittwoch, in Galizien unter Vorsitz von Salomon Schiller, in Rußland von Hillel Slatopolsky) ins Leben za rufen. Als die Aufgaben der Ortsgruppen wurden bestimmt: 1. die Agitation für die hebräische Sprache am Orte; 2. die Veranstaltung von hebräischen Sprachkursen, und zwar für Anfänger und Fortgeschrittene; 3. Konversationszirkel und Literaturkurse. Das Landeskomitee hat die Aufgabe: 1. die Arbeit der bestehenden Ortsgruppen zu kontrollieren und neue Ortsgruppen zu begründen; 2. Beschaffung der nötigen Lehrmittel für die Arbeit in den einzelnen Ortsgruppen; 3. die Agitation für die hebräische Sprache durch Presse, Entsendung von Wanderrednern und Gewinnung anderer bereits bestehender Organisationen für den neuen hebräischen Verband; 4. Errichtung einer Zentralstelle für den Vertrieb von hebräischen Zeitungen und hebräischer

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