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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 29

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 29 (sequence 38)
Language
German
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IRI
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— 29 — Ein Schriftsteller von geistreichem Humor und sprudelndem Witz, sinnigem Nachdenken und graziösem Elan, war er auch ein Mann der Tat, der öffentlichen Betätigung auf verschiedenen Gebieten der national-jüdischen Arbeit. Sein Wirken und Schaffen erstreckte sich vornehmlich auf die Förderang der hebräischen Sprache und Literatur nach allen Richtungen hin. Er war Führer der hebräischen Sprachenorganisation „Ibriah" und Leiter einiger hebräischer Verlagsunternehmungen. Als einer der eifrigsten und tatkräftigsten Mitarbeiter des Chowewe-Zionismus, nahm er seit der Gründung unserer Organisation einen aktiven Anteil an der zionistischen Propagandaarbeit in Wort und Schrift und nahm als Delegierter an einigen Kongressen teil. Er starb in Odessa am 27. Oktober 1910. Neben seinem Tatendrang war er von dem Bestreben erfüllt, überall freundlich und versöhnend zu wirken. Dieser historischjüdische Charakterzug, die Liebe zum „Frieden in Israel11 bildete den Grundton der mannigfaltigen schriftstellerischen und praktischen Tätigkeit Lewinskys. — Das Odessaer Palästinakomitee hat in einer dem Andenken Lewinskys gewidmeten Sitzung den einstimmigen Beschluß gefaßt, einen speziellen Fonds zwecks Schaffung einer Institution für Kulturaufgaben in Palästina, die den Namen des Verewigten tragen soll, ins Leben zu rufen. Dieser Fonds wurde später bestimmt für die Gründung eines Seminars zur Ausbildung von Lehrerinnen für Kindergärten und Elementarschulen. Kurz nach dem Ableben Lewinskys hatten wir den Verlust des unter dem Namen S chefer auch in Westeuropa bekannten hebräischen Schriftstellers und Gelehrten Saul-Pinchas Rabinowitz zu beklagen. Seine Leistungen auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte während einiger Jahrzehnte haben die Wissenschaft des Judentums bedeutend bereichert. Sein Hauptwerk, die hebräische Übersetzung und Ergänzung der „Geschichte der Juden" von Grätz, und die vielen geschichtlichen Monographien und Biographien, die Rabinowitz schrieb, sichern ihm einen Ehrenplatz in der jüdischen Literatur. Aber auch der Geschichtsschreiber unserer Renaissance wird die Bedeutung Rabinowitz' für die Entwicklung der nationalen Ideen im Judentum der letzten Jahrzehnte des vorigen Jahrhunderts hoch einzuschätzen haben. Auch Rabinowitz war, wie seine Ideenfreunde Lilienblum und Lewinsky, Schriftsteller und Kämpfer zugleich. Er gehörte ebenfalls zu den Begründern des Chowewe-Zionismus, an dessen Leitung er jahrelang fördernden Anteil nahm. Er war einer der Initiatoren und Einberufer der bekannten;;KattowitzerKonferenza, die den Grundstein für unsere palästinensische Arbeit legte. Seit der Begründung der zionistischen Organisation stellte er seine bewährte Kraft in den Dienst unserer Sache, die er stets mit echter Begeisterung und tiefer Überzeugung vertrat. Er war Delegierter auf mehreren zionistischen Kongressen.

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