Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 8 (8.1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 109 (sequence 111)
- Language
- German
- Belongs to
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109 Neuberger - Frankfurt teilt mit, frctjj die bestehende Feldbibliothek noch nicht 100 Bände überschritten habe. Wir müssen uns die Bibliothek mehr kosten lassen; der Jüdische Gemeindebund׳ läßt sich z. B. die Feldbibliothek T-ausende kosten. Appelliert dafür, Bücher, die in den Familien nicht mehr gelesen werden und in den Schränken vergilben, herauszugeben. Es muß in dieser Frage etwas geschehen. Die Feldrabbiner werden von allen ״Richtungen" mit Lesestoff überhaust, nur von der Agudoh erhalten sie nichts. Harry Le v y-Berlin hält die späte Stunde nicht mehr für weitere Verhandlungen geeignet. Beantragt Schluß der Debatte, ohne Anhörung der Rednerliste und Gründung einer Spezialkomrnission. E i s e n b e r g- Straßburg hält es noch sür zeitig, diese Fragen seht zu erledigen. Direktor Lange erklärt, daß der Saal um 11% Uhr verlassen werden muß. Abstimmung Antrag Leoy. Ergebnis: Die Majorität nimmt den Antrag an. Direktor Lange bittet die Versammlung um Vorschläge für diese Kommission. Rabbiner Blum schlägt vor, in erster Linie Lehrkräfte heran- Zuziehen. N e u b e r g e r - Frankfurt betont, daß diese Kommission nicht aus Mitgliedern bestehen dürfe, die lokal voneinander getrennt wohnen; sie müssen in einer Stadt sein, da die richtige Zusammenarbeit durch interlokale Schwierigkeit unterbunden werden würde. Direktor Lange befürwortet den Vorschlag, nur Leute in diese Kommission zu wählen, die in einer Stadt wohnen. Schlägt vor, Hamburg solle ein Programm über diese Fragen vorlegen. Herr Katzenstein! könne mit noch 2—3 Herren die Kommission bilden. David C a rl e b ach - Köln beantragt, vor allem Feldrabbiner in die Kommission zu nehmen. Frl. Fries-Iänd er-Frankfurt beantragt, daß die Kommission in Hamburg gegründet wird und diese sich mit den auswärtigen Mitgliedern, die die Versammlung jetzt Vorschlägen soll, schriftlich in Vscbindung setzt, so daß diesen Gelegenheit gegeben ist, ihre Anträge und Vorschläge schriftlich vorzubringen. Direktor Lange befürwortet die Lösung Friesländer. Folgende Herren und Damen werden als Mitglieder von der Versammlung vorgeschlagen und gewählt: Lippstadt-Fulda, Lewison- Hannover, Klein-Norden, Rabbiner Blum-Pleschen, Ochsenmann-Franksurt, Dr. Sohn-Nürnberg, Frl. Ehrentreu-München, Dr. Birnbaum- Berlin, Dr. Hildesheimer-Berlin, Lehrer Katzenstein-Hamburg, Krzyskowski-Posen. Verlesung des Antrages Fürth Seite 5 (Nr. 1). Landau-Fürth begründet den Antrag. Direktor Lange will Herrn Thumim-Wien um baldige Inangrisfnahme der Angelegenheit bitten. Landau-Fürth bittet auch Lemberg und Krakau heranzuziehen. Direktor Lange will auch darum Herrn Thumim bitten. Alexander-Berlin: Die Jugendgruppe sollte sich in dieser Angelegenheit mit der Hauptorganisation in Verbindung setzen. Direktor Lange erklärt, daß in Ungarn jetzt nichts geschehen soll, sondern nur in Galizien.