Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 8 (8.1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 108 (sequence 110)
- Language
- German
- Belongs to
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108 Kahn, der das Judentum als ein demokratisches bezeichnet hat. Es kann, wird nicht,sein und war niemals demokratisch. Neub e rge r-Frankfurt betont, daß es sich nicht um eine Staffelung der Beiträge der Gruppen an den Organisationsvorstand handele; finanzkräftigere Gruppen!sollen nicht größere Rechte haben. Kahn (persönliche Bemerkung): Das Judentum ist demokratisch. Der Vorsitzende Max Cohen bittet, über diesen nicht zur Tagesordnung gehörenden Punkt nicht zu verhandeln. Frl. Lew i n - Wreschen und Herr Spanier-Düsseldorf beantragen, die Debatte über die Beiträge zu schließen. Stein-Berlin beantragt, die Summe festzusetzen, die die einzelnen Gruppen an den Organisationsvorstand zu überweifen haben. N e u b e r g e r - Frankfurt bittet um Zustimmung zum Antrag Werbeschreiben bez. Erhöhung des Beitrages zu Versenden. Johanna H i r s ch - Frankfurt a. M. berichtet über eine Frankfurter Einführung; dort werden nicht nur Briefe versandt, sondern auch mit Listen einzelne Persönlichkeiten ausgesucht. So kam in ganz kurzer Zeit bei nur wenigen Hausbesuchen ׳eine stattliche Summe zusammen. Max Cohen-Köln: Die Organisation muß wissen, wieviel Geld sie benötigt, vorher Kann sie keine bestimmte Summe, die die Jugendgruppen an sie abzusühren haben, festsetzen; heute kann dies unmöglich beschlossen werden. ' Dr. Birnbaum- Berlin bittet, einen Mindestbeitrag, der vom Beitrag der Gruppenmitglieder an den Organisationsvorstand zu zahlen ist, sestzusetzen.׳ Z. B. von 4 Mark ist 1 Mark abzusühren. Es wird beschlossen, V3 d e r einlausenden Mitgliedsbeitrüge der Gruppe, mindestens aber 1 Mark pro Kopf und Jahr an die O r g a ni s a t i o n abzusühren. Harry L e v y - Berlin beantragt Schluß der Debatte. Alexander-Berlin beantragt, einen künstlerischen Beirat zu- Zuziehen bei Anfertigung des Abzeichens. Anträge Levy und Alexander nach Abstimmung angenommen. Frl. L i p p st a d t - Fulda: Zu einer Konnexen Materie: Fragt an, ob eine Gruppe allein das Recht habe, ein Abzeichen anzufertigen-, ohne die anderen Gruppen zu fragen. Beantragt ein Abzeichen, das sie näher!schildert, anzufertigen. Direktor Lange wußte nichts davon, daß für den Bundestag Nadeln angefertigt würden, hätte sich sonst dagegen gewehrt. Führt aus, daß Mittel für Bücher nicht vorhanden sind und daher von einer Bibliotheksgründung noch abgesehen werden mutz. Dr. Birnbaum-Berlin beantragt, daß aber schon jetzt Mittel für Bücher herbeigeschafft werden, schlägt Ablösungen zugunsten eines Bibliothekssonds. bor. Max Cohen- Köln betont, daß eine Wanderbibliothek zu schassen aus der letzten Sitzung in Berlin allseitig dringend gewünscht wurde. Befürwortet es, jetzt schon die Bibliothek zu beschaffen. Frl. Lippstadt-Fulda verlangt vor allem ein von fachkundiger und berufener Seite Zusammengestelltes Literaturverzeichnis. Verweist aus den Antrag Pieschen Seite 4. Berichtet, daß Armesrabbiner Dr. Hch. Cohn Mittel zur Verfügung habe. Beantragt Gründung einer Kommission für diese Fragen.