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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 106 (sequence 108)
Language
German
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106 Dr. Birnbaum: Zur Geschäftsordnung: Stellt fest, daßdis׳ Resolution Blum gefallen sei, da der Gegenantrag angenommen wurde. Daher eine nochmalige Abstimmung unnötig. Rabbiner Blum: Zur Geschäftsordnung: Die Antwort Dr. Birnbaums hat mich nicht überrascht, trotzdem zweifele ich die Abstimmung an, da viele Mitglieder in der Meinung abstimmten, daß meines Resolution auch zur Abstimmung käme. Dr. Birnbaum: Zur Geschäftsordnung: Stellt fest, daß der Vorsitzende erklärt habe, wir stimmen ab, und daß es dann selbstverständlich ist, wenn ein weiter gehender Antrag zur Annahme kommt, daß׳ der andere fällt. ׳ ׳ Nochmalige Abstimmung der Straßburger Anträge mit der Br- Werbung, daß die Resolution Blum nicht zur Abstimmung gelangt, wenn sie angenommen werden. Mit 82 gegen 9 Stimmen angenommen. (Trotz halbstündiger Beratung ist es der Frankfurter Gruppe nicht möglich, ein Resultat zu erzielen, und sie wird daher von der Abstimmung ausgeschlossen.) .2V4: Uhr Schluß der Sitzung. Fortsetzung 8 Uhr abends. ,׳■ ■ * Delegiertentag. Abendsitzung. Beginn Uhr. Direktor Dr. Lange eröffnet die Sitzung und teilt mit, daß das Bureau beschlossen habe, um Herrn Rabbiner Blum entgegen- Zukommen, seine Resolution dennoch zur Abstimmung zu bringen, obwohl die Annahme des 1. Straßburger Antrags das überflüssig gemacht hätte. Er fragt die Versammlung an, ob sie damit einverstanden ist. Das ist der Fall. Herr Rabbiner Blum zieht seine Resolution' zurück, die von Herrn Erich Fromm- Frankfurt ausgenommen wird. Da der Wortlaut der Resolution nicht mehr vorliegt, und Herr Fromm ihn auch nicht rekonstruieren kann, Herr Rabbiner Blum aber nicht bereit ist, sie noch einmal zu formulieren, zieht auch Herr Fromm die Resolution zurück. Der Vorsitzende konstatiert, um Redensarten, die mittags gebraucht waren, entgegenzutreten, daß die Herren A nträgste Iler selbst es verhindert hätten, Klarheit in die Sache zu bringen. Stein- Berlin begründet Antrag 4 Seite 1 der Berliner Jugendgruppe. Teilt mit, daß von ihr eingerichtete Schulnachhilsszirkel für schwache Kinder nach 1% Semestern aufgelöstwerden konnten, da entweder die Kinder wieder auf der Höhe waren, oder die Flüchtlinge von Berlin Wegzügen. M a r t h a M u n k - Köln bittet den Namen Esra nicht zu ändern. Der Name ist in Köln und innerhalb unserer Organisation bereits populär geworden׳. Seckbach wünscht, den Namen Esra fallen zu lassen, da z. B. in Nürnberg ׳bereits ein Jugendverein unter solchem Namen existiert, der nicht, aus unserem Boden steht. Saul Munk-Berlin beantragt, die Debatte über den Namen aufzugeben. ׳Max Co h e n - Köln hält diese Debatte für wichtig. Ueberall muß der gleiche Name existieren. Schlägt die Gründung einer Esra- Kommission vor.

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