Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 8 (8.1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 105 (sequence 107)
- Language
- German
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105 Entschluß zu fcffcn, sagen Sie uns/ ob wir zu Ihnen gehören sollen, oder nicht. Wenn Ihr Sinn so eingeengt ist, daß Sie eine Spaltung unter den Gesetzestreuen verantworten zu dürfen glauben, wenn Sie kein Verständnis sür die Not unseres Volkes haben, so führen Sie die Trennung herbei, wir/werden den Weg, den wir sür richtig gefanden haben, unbeirrt weitergehen, und er wird zum Segen sür unser Volk sein. Aber lassen Sie sich den?Ruf zur Einigkeit ins Herz dringen, bleiben Sie die Vertretung aller Gesetzestreuen und machen Sie sich selbst nicht zu einem Verein seperatistischer Orthodoxer. Direktor Lange: Für Erez Iisroel hat die Orthodoxie schon unendlich viel getan. Ich brauche nur die Großtaten des Großvaters des Herrn Fromm zu erwähnen. Ich erkläre weiter, daß die Agudas- - Iisroel in den letzten Monaten sür Palästina viel geleistet hat. Wendet sich gegen die Behauptung, Mitglieder 2. Klasse zu schassen; sobald der Zionist von selbst zu uns kommt, ist er nur noch Halbzionist. Wir wollen׳ nur keine Propaganda bei den Zionisten machen; täten wir das, dann müßten wir sie allerdings auch in den Vorstand nehmen. Rabbiner Blum: Zur Geschäftsordnung: Fragt an, ob er das Schlußwort zu seiner Resolution haben kann. Irl. Lippstadt klärt Herrn Fromm in! einer persönlichen Bemerkung über seinen Irrtum betr. Mitglieder 1.׳ und 2. Klasse aus. Rabbiner Blum und Herrn Eisend erg werden Schlußworte zu ihrer Resolution bezw. zu ihren Anträgen bewilligt. Rabbiner Blum: Schlußwort: Betont, daß es ein Nichtzionist war, der die Frage angeschnitten hat. Wir sind es uns schuldig, mit einer positiven Resolution auseinanderzugehen. Wir haben ja parlamentarisches Wahlrecht in unseren Ortsgruppen und diese können ja machen, was sie wollen: sie m üss en die Zionisten ja nicht nehmen. Schlägt vor, seine Resolution mit folgendem Zusatz anzunehmen: ״Ein Vorstandsmitglied einer anderen Jugendgruppe oder eines anderen Iugenüvereines darf nicht in den Vorstand der A.I.J.-Gruppcn gewählt werden." ’ , Oskar Eis e nb e rg: Schlußwort: Dankt für die wertvolle Aus- Klärung des Herrn Dir. Lange, daß die A.I.I.O. in der letzten Zeit nationale Arbeit geleistet habe. Stellt fest, daß keiner der Redner gegen die Anträge EIsaß-Lothringens gesprochen habe. Bittet die Zionisten, die im Geiste der Thauroh handeln, zu uns zu kommen. Wer am Schabbes raucht und ׳Schinkenbrötchen ißt, soll das Heft in Palästina nicht in die Hand bekommen. Wendet sich gegen die Resolution Blum. Wir als Jugendliche wollen keine Stellung nehmen, das überlassen wir den Herren Dir. Lange, Rosenheim usw. Wir wollen nur Menscheu, die!gar keinen Raum mehr für eine andere Betätigung haben, wir wollen für uns bleiben. Wendet sich an Herrn Fromm persönlich: Man ist inkonsequent, wenn' man orthodox est, und das Programm der Zionisten! annimmt. Bittet die drei Anträge 'Elsaß-Lothringens en 11106 aNzunehmen. "r Rabbiner Blum: Zur GeschäMordnunH: Bittet um Trennung von Antrag 1 Elsaß-Lothringens und 2 und 3. Abstimmung über die Anträge Elsaß-Lothringens: en bl 0 6 ange n o m m e.n. 84 Stimmen dafür, 14 dagegen. , -Rabbiner B l u in:- Zur Geschästsordnung: Fragt an,!?ob seine Resolution auch zur Abstimmung gelangt.