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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 103

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 103 (sequence 105)
Language
German
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— 103 — Zionistische Ortsgruppe würde auch nie einen Agudisten,in den Vorstand nehmen. Sie sind im Zionismus nur geduldet. Im Aktions- Komitee!befindet sich kein einziger gesetzestreuer Jude. Der Vorwurf, so Mitglieder 2. Klasse zu schaffen, kann nicht gemacht werden, denn nicht jeder kann Jugendführer sein, dazu ist auch nicht jeder Zionist in der. Lage. S e ckba ch-Halberstadt: Wer Agudohbeitrag zahlt, will im Geiste der Thauroh die Gesamtausgaben gelöst haben. Seine private Stellung interessiert uns nicht. Im Vorstand dürfen nur Orthodoxe sein, der Agudohgedanke würde durch einen Zionisten verwässert werden. Rosenbaum - Würzburg: Zur Geschäftsordnung: Warum kommen längst gemeldete Redner nicht zu Worte? L e w i so n - Würzburg warnt vor Annahme einer Resolution, denn sie stellt ebenso wie ein Beschluß, eine Willensäußerung dar. Wir wollen hier nur unser Verhältnis zum Zionismus klären. Es kann kein überzeugter Agudist auch überzeugter Zionist sein. Entweder׳ ist die Thauroh oder die Nation in den Mittelpunkt zu stellen. Beides Zugleich ist nicht möglich, das Hütte die Konsequenz, daß es zwei Judentümer gäbe. Das gibt es nicht. N-e u b e rg e r-Frankfurt: Wo ist der Zionist, der weiß, was der Zionismus will, und der gleichzeitig dem Vorstand der A.J.I.- Gruppe angehören könnte? vr. Elias-Leipzig: Welche Ortsgruppe kann arbeiten, wenn erklärt werden würde, daß kein Zionist im Vorstand sein darf. Es gibt Ortsgruppen, in denen es möglich ist, aber auch solche (wie Leipzig, Straßburg), wo es nicht geht. Ich kann in Leipzig nicht zu arbeiten ansangen, wenn der Beschluß gefaßt würde, kein Zionist darf in den Vorstand. Die einzelnen Ortsgruppen sollen hier erklären, wir können so arbeiten oder nicht. Falls ״es sich herausstellt, daß etwa drei Gruppen nicht arbeiten können, darf die Resolution nicht angenommen werden. Joses L a r l e ba ch - Köln: Zur Geschäftsordnung: Hält weiteres Debattieren für überflüssig. Lehrer Kahn-Alsfeld: Zur Geschäftsordnung: Befürwortet den Vorschlag Elias. Li ch tig f e lü-Frankfurt a. M. bittet dringendst um Klarheit. (״Mir wird von alledem so dumm, als ging mir ein Mühlrad im Kopf Herum.") Macht den Vorwurf,!daß die deutsche Orthodoxie zu politisch sei, und ׳daß in der stattgesundenen Debatte aneinander vorbeigeredet wurde, bittet dringend einen Beschluß zu fassen. Auch wenn wir annehmen müssen, daß er von dem ״Waad Ehachomim" umgestoßen werden könnte. Wir sind nicht so erlaucht, daß ein von uns umgestoßener Beschluß Aussehen erregen wird. Wir dürfen den Zusammenhang mit unseren Brüdern nicht verlieren, und deshalb dürfen wir die Zionisten nicht zu Mitgliedern 2. Klasse deklassieren. Er versichert, daß, wenn der ״Waad Ehachomim" einen anderen Beschluß fassen wird, er und wohl niemand es wagen wird, in Wort und Schrift sich dagegen zu wehren; aber da jetzt noch kein ״Waad Chachomim" existiert, müssen wir ein Provisorium haben, und Klarheit schaffen. . Wir dürfen keinen Strauch pflanzen, nur um frühe Früchte zu ernten, sondern es muß ein Eichbaum sein, tief in die Erde gepflanzt, der späte Früchte trägt, Bittet den Antrag Rabb. Blum zur Abstimmung Zu bringen.

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