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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 85 (sequence 87)
Language
German
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85 ־ von 5 Jahren an heranziehen zum Lernen des .hebräischen Lesens usw., damit Vorkenntnisse da sind bis sie zur Schute kommen und diese dann aufbauen' kann mit weiteren Kursen. Frl. Munk macht nähere Mitteilung über den ״Esra" in Köln. Frl. Stein- Berlin spricht über Wanderorgamsation der Ä.J. in Berlin; dort ist b׳cr Blau-Weiß sehr rührig, aber antiorthodox trotz Einsprach bei der Bundesleitung. Erfolge unserer Wandergruppe gerade bei solchen Kindern, die von zu Hause nicht an ein dreimaliges Beten usw. gewöhnt waren, sind nachzuweisen. Auf unseren Heimabenden wird nicht Schalom Asch gelesen, sondern gelernt. Z. B. Thauroh, Grammatik, etwas Geschichte. Die Führerschaft bilden Mädchen aus der Mädchengruppe, männliche Führer sind in geringerer Zahl vorhanden.- Die V.J.A. hat bisher wenig dafür zur Verfügung gestellt. Aber was bei andern!geht, muß bei uns auch zu erreichen sein. Eisenb erg-Straßburg geht von Straßburger Verhältnissen aus und weist auf die Notwendigkeit von Wandlergruppen der A.J. neben dem Blau-Weiß hin. Lehrer K l e i n: Die A.J. muß Politisierung im weiteren Sinne treiben. Grundlegende Weltanschauung ist die ber' Thora. In zweiter Linie kommen die Fragen des öffentlidjen Lebens, soweit sie das Judentum betreffen, Sport usw., dann ist die Gefolgschaft der Jugend sicher, die bei weiterer Untätigkeit gefährdet ist. Direktor Carleb ach: Ich möchte einer Pflicht genügen, die uns allen obliegt. Wir haben, wenn wir hier auseinand'ergehen, nachd>em wir 2!Vä Tage in Freundschaft, Liebe und Verehrung unserer Thauroh gegenüber verbracht, um sie zu fördern, die große Pflicht, all denen zu danken, die die Vorarbeit und Möglichkeit geschaffen haben, um diese Tagung ins Werk zu setzen. Wir danken der A.I.J. Würzburg, wir danken all den Referenten und Rednern, die unser!Wissen best reichert, Anregungen gegeben, die Gedanken ausgesprochen, die dann draußen Tat werden sollen. Wir danken nicht zuletzt den verehrten Leitern und Vorsitzenden dieser Tagung, die mit großer Unparteilichkeit, Geschick׳ und Gewandtheit diese nicht immer leicht zu bändigende Menge so geleitet haben, daß wir allezeit stolz und freudig auf diesen Bundestag zurückblicken können. Aber meine Damen und! Herren, noch etwas ist zu sagen, was ich in Verbindung bringen möchte mit dem Din: Das nächste Mal die Damen auf die Galerie! — Wenn wir ferner gestern von Vorarbeiten gesprochen, um unsere künftige Jugend zu begeistern, dann wollen wir erst uns selbst erziehen. Sie sollen nicht wandern, nicht spazieren gehen, sondern: Lernen, lernen, lernen! Lernen Sie in Schiurim, arbeiten Sie dort selbständig mit. Ich erinnere an das Wort von vr. Auerbach!s. A.: Lernen Sie nicht lisch,mo, sondern lernen Sie, damit Sie Lamdonim werden, lernen Sie,«damit Sie etwas wissen, lernen, um nachher auszuführen, um dann Lehrer und Erzieher der künftigen Generation zu werden. , Wenn ich zurückblicke auf diese zwei Sitzungstage einer Knesioh leschem schomajim, so muß ich sagen, daß viele Strapazen und Opfer damit verbunden waren und doch eine so stattliche Versammlung zusammengekommen ist; aber nicht nur die Versammlung wurde leschem schomajim abgehalten, sondern auch die Kämpfe wurden leschem schomajim geführt. Aus allen Streitfragen konnte man erkennen, daß nie etwas Persönliches ausschlaggebend war, sondern immer die Sache, und um der Sache willen gestritten wurde, und so hat sich Gott sei Dank alles aufs schönste erfüllt. Und es wird sich weiter erfüllen, aus dem

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