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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 79

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 79 (sequence 81)
Language
German
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79 Schicksal der Jugendpflege cm irgendeinem Ort der mehr oder minder geschickten Arbeit irgendwelcher zufällig vorhandener Berufener, zu häufig aber auch Unberufener überlassen, deren Hauptarbeitskraft zumal meist auf anderem Gebiete ihren Schwerpunkt hat, sondern die Esra muß von Organisations wegen für die Anstellung von Jugend- Pflegern in den einzelnen Orten resp. auf dem Lande in Bezirken sorgen,/ Jugendpslegern, die dieses Amt hauptamtlich betreiben oder zumindest dafür durch Beruf und Ausbildung besonders prädestiniert sind. Diese Ausbildung nach den im folgenden aufgestellten Prinzipien hat in besonderen jährlich abzuhaltenden Jugendpflegerkursen stattzufinden. Die Erfahrungen usw. werden durch ein ״Korrespondenzblatt der Jugendpfleger" verbreitet. Diesen Jugendpflegern! mutz im besonderen Initiative eignen, sie müssen alles zu Schassende selbst angeben und bestimmen, doch so, datz der persönliche Anteil der Jugend innerhalb der Gruppen gewahrt bleibt. Sie haben auch die Instruktionsstunden für die Hilfsführer abzuhalten, welche sich aus den älteren Esräern rekrutieren, und deren Tätigkeit in der Leitung, von Wanderungen in kleinen Gruppen, in׳ Besuchwerbungen! usw. liegt. Dagegen Kommt die Ausbildung der Führer, junger Studenten und Kaufleute, die von der A. I. Jgd.-Gruppe des Ortes ernannt werden, am zweckmäßigsten in großen Führer-Ferienkursen zuwege, welche die Führer größerer Bezirke Jusammensassen. Auch für sie das so wichtige Korrespondenzblatt in der Art der ״Wandervogelsührerzeitschrift", jedoch ohne den antisemitischen! Einschlag dieses Blattes, zu schassen, wird wohl zunächst in der papierlosen, der schrecklichen Zeit unterbleiben müssen. Darf ich Sie nun bitten, sich das Folgende zum besseren Verständnis in einigen Notizen niederzulegen, da es das Leitmotiv des Ganzen ist und im weiteren Ausbau immer wiederkehrt. Man mutz zwei Motive unterscheiden, die der Jugendpflege zugründe liegen, und zwar erscheinen dieselben nicht, wie es zuweilen von anderer Seite geschieht,!getrennt auf unserem Programm, sondern als die zwei Gruppen und Aufgaben unserer Tätigkeit. Cs sind dies:!.Die Erziehung des einzelnen zum Jehudi, das heißt zur.jüdischen ״Persönlichkeit". II. Die Erziehung der einzelnen zu Jehudim, das will sagen zu ״Gliedern der jüdischen Gemeinschaft". Das erste, die Erziehung zur Persönlichkeit, erfordert eine Ausbildung: 1. intellektueller, 2. ästhetischer, 3. ethischer, 4. körperlicher Art. Das zweite, die Erziehung zu Gliedern unserer Gemeinschaft, eine solche: 1. idealistischer, 2. weltanschauungsprägend!er, 3. die Verantwortlichkeit, und 4. das Gemeinschaftsgefühl weckender Natur.

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