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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 63

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 63 (sequence 65)
Language
German
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die 53 e r ft ä nd igu n g nach i n n e n. In unseren Kreisen, im Schoße des deutschen gesetzestreuen Judentums, da müssen wir einig, sein, da müssen wir uns verständigen und darauf hinarbeiten, daß wir alle auf gleichem 5Lege zum gleichen Ziele zu kommen suchen, da müssen wir unbedingt dafür sorgen, daß nicht jeder einzelne an einem besonderen Strang zieht, wenn sich endlich auch alle in einem dicken Seil verbinden, sondern daß wir alle, die wir doch dasselbe wollen, von vornherein einen Strick drehen, daß dadurch, -daß wir alle Mitarbeiten aus dieselbe Weise, aus demselben Wege, daß wir dadurch uns unserem Ziele viel schneller, viel eher, viel leichter und viel besser näherbringen. Und um das zu erreichen, möchte ich drei Postulate ausstellen: 1. Beherzigen wir doch den schönen Satz, der uns den Namen gegeben hat: Jeiosu chulom Aguda achas, denken! wir doch daran, daß es heißt ״ch u l o m", daß eben keiner fehlen soll, dem die Thauro noch Leitstern ist, daß erst bann eine echte, eine wahre Aguda zustande kommen kann, wenn wir alle, aber auch alle zusammenstehen in dieser Organisation. Soweit müssen wir es unbedingt bringen, daß alle diej-enigen, die wirklich noch Mitglieder von Kllall Jisroel sind und sein wollen, daß alle, die sich zusammenstellen in die Agudo, daß eben die Agudo die moderne Organisation ist. die Kllall Jisroel umfaßt, daß d i e A g u d o eben selbst den he u ti g e n K l a l l Jisroel darstellt. Das sollte sich doch jeder sagen, daß nur dann dieses einigende Band, diese allumfassende Kette vollständig und richtig ist, wenn kein Glied fehlt, daß nur dann der wahre, jüdische Strom hinüurchgehen kann durch diese Kette, wenn der Strom eben nicht unterbrochen wird. Aber allealle sollen mir zusammengehen, nicht nur wir Jungen, nein, auch die Alten mit uns. Und damit komme ich zu dem zweiten Postulat, dessen Erfüllung ich auch unbedingt fordern muß, nämlich ich verlange 2. daß wir die Stelle der Dhauro: Binoreinu uwiskeineinu neileich auch aus unsere Jugendorganisation ausdehnen, daß auch bei uns die Alten und die Jungen zusammengehen, daß die Alten uns unterstützen in jeder Beziehung. Daß sie uns geistige Helfer seien und ideelle Förderer, indem sie ihre Kinder aus unsere Bewegung hinweisen-, indem sie schon ihren- Kindern sagen, daß wir die einzige Jugendorganisation sind, die das Judentum so pflegt, wie auch sie es gepflegt wissen wollen, daß wir die einzigen sind, die wahrhaft sich bestreben, echten alt-jüdischen Geist der Jugend zu vermitteln; und daß sie uns auch sonst helfen, in dem sie Verständnis dafür haben, daß mir selbstverständlich ohne ihre materielle Unterstützung nicht arbeiten können. Daß wir, die wir doch!sozial alle noch unselbständig sind, die wir selbst doch alle noch aus den Taschen unserer Eltern liegen, daß wir natürlich auch hierin -wieder ihre Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, wenn wir ebenirgendwie etwas leisten wollen. Und 3. müssen wir uns mit der Schule in Verbindung setzen, dafür sorgen, daß wir nie -ohne, aber sicherlich nie gegen Schule und gegen die Jugenderzieher arbeiten. Wir. müsseneben dafür sorgen, daß man allmählich auchin unseren Kreisen allüberall einsieht, daß die Jugendbewegung heute eine Notwendigkeit ist, daß zu den beiden Erziehungsinstituten, der Schule und dem Elternhaus, neben denen man bis vor wenigen Jahrzehnten noch kein drittes Ding kannte, daß dazu eben heute noch als weiteres Erziehungsinstitut der Jugendverein ge-

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