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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 61

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 61 (sequence 63)
Language
German
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61 heilen, denen sie sich!durch!diese Kümpfe aussetzt. Wir können und wir!wollen eine solche Arbeitsgemeinschaft nicht mitmachen. Damit ist!selbstverständlich nicht!gesagt, daß es -nicht von Fall zu Fall zu befürworten wäre, irgend eine bestimmte!Sache gemeinsam mit einer anderen Organisation, mit -einem anderen Verein durchzuführen. ׳Nur warnen wollte ich vor grundsätzlicher Arbeitsgemeins-chaft, die uns in der Erreichung unserer Ziele verflachen, die die Richtung unserer Arbeiten abhobeln und abfeilen muß. Wir sind eine junge Organisation, die noch gar sehr zart und pflegebedürftig ist, und wir sollten und dürften sie nie und nimmer mit Säften tränken lassen, dürften niemals Kräfte an sie ,heranlassen, die geeignet sind, ihre Wurzeln zu zerstören, die in der Lage sind, sie in ihrem Wachstum zu beeinträchtigen. Alles, aber auch alles müssen wir von ihr sernhalten, was irgendwie in der Lage ist, ihren geraden, ehernen Entwicklungsgang nach irgend einer Seite hin von dem natürlichen Weg abzuziehen. Mit anderen Worten: bleiben wir doch allein, allein für uns, aber dafür bei uns in gründlicher, vertiefender, angestrengtester Arbeit. Nur so, aber auch nur so können wir etwas erreichen! Und daß unsere Führer selbstverständlich Mustermenschen sein müssen, daß sie Musterjehüdim sein sollen, ist so klar, daß darüber überhaupt nicht gesprochen werden brauchte. Und dennoch, gerade darüber muß ich einige Worte verlieren. Es muß doch jedem einleuchten, daß eine Bewegung, wie die unserige, nur dann einigermaßen die Ziele erreichen kann, die ihr vorschwMn, wenn sie die Jugend, wenn sie ihre Mitglieder auf ganz geradem Wege zu ihnen hinführt. Und daß die Führer selbstverständlich den Weg nicht nur genau kennen, sondern! ihn auch genau gehen, und daß sie ihn nicht nur strikte gehen, sondern auch -gar keinen anderen!Weg als einen richtigen anerkennen dürfen, das ist -eine Forderung, die ich für -gerade so selbstverständlich halte. Mit anderen Worten: unsere Führer müssen begeisterte Jehudim und begeisterte Agudisten sein, die in der Lage sind und die Fähigkeit haben, die ihnen anvertraute Jugend auch sür die agudistischen Jdeäle zu begeistern. Die!selbst auch -gar kein and-eres Ideal kennen, als eben das unsrige, und die neben unserer Organisation eben gar keinen anderen Weg sehen-, aus dem man die Jugend zum Judentum heranbringen könnte. Ein Zionist, meine Damen und Herren, das werden Sie mir alle zug-eben, ist immer, wenn er -ein guter Zionist ist, sür seine Idee begeistert,, trägt sein zionistisches Ideal immer in seinem Herzen. Und wenn er noch so guter Jehuüi ist, und wenn er es noch so ehrlich und überzeugt meint, mit seiner Emunoh, er wird immer, -auch! bei der Jugend, die ihm zur Erziehung, die ihm sogar-zur Erziehung in agudistischem Sinn anvertraut ist, er wird ihr immer sein zionistisches Ideal Vorhalten müssen, er wird es ihr auch tatsächlich immer vorführen und ins hellste Licht rücken. Und das können und dürfen wir in unserer Organisation nicht dulden. Mitglieder selbstverständlich, das können alle Thauro-Iuden werden, da wird nicht gefragt, ob Zionist oder nicht. Aber Führer, Führer -sollten bei uns nur solche Leute werden können, die eben gar kein anderes Ideal in ihrem Herzen hab-en, als -unser!Aguda-Jdeal. Ich weiß, daß ich.hiermit einen schweren Zankapfel.hincingewarfen habe in diese Versammlung, ich weiß, daß sich eine ganz erregte Debatte an diese Sätze anschließen wird. Aber ich glaubte, daß wir

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