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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 51 (sequence 53)
Language
German
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51 zu Wort kommen, sondern die Jugend, der Bundestag ist einberufen worden, um die Jugend für unser Ideal zu begeistern. Im Hinblick auf ,jugendliches Feuer ist manches starke Wort zu entschuldigen,- aber über Gedaule Hatauroh steht uns ein Urteil nicht zu. Das möge Herr Klibanski sich zur Notiz nehmen. Beachten wir doch, Iugendvereine sind S e l b st erziehungs - Vereine, d. h. wir sollen und wollen versuchen, uns zu brauchbaren Menschen und darüber hinaus zu guten Iehudim zu erziehen. Von Seiten der Lehrer wurde Klage geführt, daß, -wir nicht an sie herangetreten sind. Im Gegenteil, wir haben nichts getan, ohne vorher an Lehrer und Rabbiner heranzugehcki, aber die Lehrer haben uns im Stich gelassen, selbst die, die aus unserem Standpunkt stehen. Die materielle Frage geht die Jugend nichts an. Uebrigens ist neuerdings eine Aktion von seiten des Bundes der gesetzestreuen Lehrer tzingeleitet, die der Klage des Herrn Direktor Mandelbaum abhelfen soll. Zur Frage der Propaganda: Massen- Propaganda ist bei uns natürlich nicht möglich. Aber es wäre geradeso falsch zu sagen, die Thora arbeite sich von selbst durch. Wir brauchen Propaganda nach innen. Die Jugend, die.nach Elternhaus und Erziehung zu uns gehört, müssen wir zu uns bringen und erziehen. Nach einigen Schlußworten des Herrn vr. Ist Kahn wird die Diskussion um 1 Uhr mittags abgebrochen. Dienstag, nachmittags 4 Uhr. Vorsitzender: Max Cohen: Zuerst erregte Debatte über die Geschäftseinteilung, Festsetzung der Zeit für die Sitzung der Mädchengruppen-Vorstände, des Delegiertentags, der B.JA.-Sitzung usw. Fortsetzung der Debatte zum Referat von vr. Ist Kahn: die Redezeit wird auf 5 Minuten festgesetzt. 1. Rab i no witz-Kissingen: Ich wollte aus der Stimmung des Vormittags heraus sprechen zu der Versammlung, die diese Stimmung hatte, jetzt ist sie verflogen. Ich möchte aber doch noch aus einiges eingehen, was von Herrn Lehrer Mannheimer aus Dettelbach gesagt wurde. Er meinte, mit Begeisterung sei nichts getan und führte zum Beweis an, daß Anhänger der Aguda nicht nach dem Din lebten. Ich behaupte, daß das keine Agudisten waren, sondern Leute, die nur einmal von der Aguda gehört haben und nicht wußten, was sie bedeutet. Uebrigens ist auch die außenstehende Jugend׳ fähig, für unser Ideal!gewonnen zu werden. Zum Beispiel führe ich Kissingen an. Mädchen kamen von selbst zu mir und baten mich, mit ihnen zu lernen: auch junge Leute kamen und haben es so weit gebracht, daß sie Mischneh verstehen, wovon sie vorher nichts wußten. Aber die Eltern setzten Schwierigkeiten entgegen, daher müssen wir Verbindung mit dem Elternhaus suchen. 2. Martha M u n k - Köln: Heute morgen sind zu fern liegende Gebiete behandelt worden. Wir wissen nicht, wann wir Erez-Iisroel- Arbeit leisten können: darin sind, wir abhängig von den äußeren Ereignissen. Zur Frage des Lernens: Herr Rosenheim hat Klasseneinteilung empfohlen: damit können wir nicht weit kommen: das erhöht die Begeisterung für das Lernen nicht; nur durch jüdische Schule und Ieschiwoh kann hierin etwas erreicht werden: von dort muß das Material für die Agudas Jisroel kommen. Noch eins, was mir leid tat, war der Angriff auf Breuers ״Iudenproblem", eines der besten Bücher der letzten Jahre. Und dann: Einigkeit tut uns-not: wir haben

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