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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 28 (sequence 30)
Language
German
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28 — sie liebt es nicht, allzulange feierliche Worte zu hören, und wenn bei olle dem der Ernst doch gewahrt blieb, so mar das ein Zeichen, wie .gut der Redner die jugendlichen Gemüter zu verstehen vermochte. Nachdem Herr cand. ehern. <5. 23. B a m b e r g er noch dir Grüße der V.I.A.-Würzburg überbracht und. Armeerabb.. Dr. Heinrich Cohn die Grüße der im Felde stehenden Freunde unserer Bestrebungen übermittelt hatte, die den Dank für alles aussprechen ließen, was die A.I.J.O. in treuem Gedenken für sie getan hatte, die draußen wiederum für die Heimgebliebenen treue Wacht hielten, daß die Kriegsfurie nicht die Ruhe der Heimat vernichtete, betrat Herr Armeerabb. Dr. Carlebach, der eigens zu dem Bundestage von Warschau gekommen war, die Kanzel. Ein geborener Volksredner, wußte er alles Hinzureißen, schon als er den Auftrag, den er von der Tewunoh-War schau bekommen hatte, mit dem Wortlaute verlas, der ihm vovlag, war die gesamte Jugend begeistert, und als er nun gar mit bewegten Worten daraus hinwies, daß wir so manches unseren östlichen Brüdern- ,geben könnten, daß aber bei weitem! mehr das sei, was wir von ihnen empfangen könnten und müßten, wenn wir wirkliche Juden sein oder vielmehr werden wollen, daß die Thauroh sie weit höher stehen ließe, als wir es in unserem Stolze auf unsere westliche Kultur ahnten, da war alles hingerissen und zeigte durch den Beifall, der dem Redner gespendet wurde, daß doch wenigstens Verständnis da war für den unendlichen Wert des Dhoralernens, wenn Thorakenntnis auch im ׳Verhältnis zu der der Ostjuden so gut wie nicht vorhanden ist. Nach einer kurzen Unterbrechung, in der die Eindrücke des wohlgelungenen Abends von allen besprochen wurden, machte der Vorsitzende noch einige den!Gang der Verhandlungen an den kommenden Tagen betreffende Mitteilungen, um dann Herrn Max Cohen- Cöln das Schlußwort zu erteilen. Trotz der langen Dauer d-es Abends fand auch er .eine ruhige Zuhörerschaft, denn seine Worte vermochten es, die Jugend zu fesseln. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind noch alle tief bewegt von all den vielen wunderbaren divrei Thauroh mit denen wir, d. h. die A.J.J.O., in deren Namen ich zu Ihnen spreche, begrüßt worden sind. Wir sind nochtief bewegt von all den herzlichen Worten der einzelnen Begrüßungs-Ansprachen, die alle Redner an uns richteten. Ich danke im Namen der A.I.J.O. allen diesen Rednern für ihre freundlichen Grüße, und ich möchte nur hinzufügen, daß wir, die gesetze-streue Jugend, durch diese Worte immer mehr und mehr von Begeisterung erfüllt werden. Meine Damen und Herren! Daß diese Tagung wahrhaft leschem schomajim ist, das beweist ihre Existenz. Wenn unter den heutigen « schwierigen- Verhältnissen eine solche Tagung überhaupt möglich war, dann muß sie tatsächlich gestützt und -geschützt sein von Haschem. Meine Damen und Herren! Es ist vermißt worden, daß wir uns gemäß dem Bundestagsprogramm so wenig Mit den unsere östlichen Brüder und Erez Jisroel betreffenden. Fragen beschäftigen. Wir fassen selbstverständlich die Ostjuden als unsere Brüder aus! Sie , sind unsere Brüder,, und. wir wollen sie immer als unsere Brüder betrachten. Aber in unseren Verhandlungen wollen wir nicht darüber beraten, wie wir ihrer Not abhelsen können. Das sind schließlich Dinge, die wir unseren Führern überlassen müssen׳, Aber praktisch

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