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Blätter · 1918-08-01 · 8 (8.1918) · p. Seite 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
8 (8.1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 14 (sequence 16)
Language
German
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14 worden in unser junges Agudoh--Werk, die sich nicht mehr schließen. Erden. Da trat an uns,, die Schwestern, die Ausgabe heran, hier einzutreten, hier wieder die noschim godros zu werden, die Bauenden, die Hüterinnen, die das Werk, der Einheit, der Agüdoh bewahren. Und, viele von uns sind eingetreten dort, wo die Lücken sich gebildet hatten, haben unser Werk bewahrt, wo die Brüder es verlassen, mutzten, und haben sür unsere Idee allein weitergearbe-itet. Ich spreche hier aus den Erfahrungen unserer Münchener Iugendgruppe, aber ich weiß, datz ich zugleich sür viele Gruppen spreche, die, wenige Wochen vor dem Kriege oder auch während desselben gegründet, ausschließlich auf die Arbeit der Mädchengruppen , angewiesen waren und sich doch nach innen und außen vorbildlich entwickelt und.für die Vertiefung und Verbreitung unserer Ideen vieles geleistet haben. Wir bleiben uns dabei wohl bewußt, wie sehr das immer noch Anfänge sind, wieviel noch zum Ziele fehlt, aber essoll diese Rückschau , uns das Vertrauen, in unsere Arbeit geben, die innere Berechtigung in diesen Tagen gemeinsam mit den Vertretern der Jugendgruppen an der weiteren Ausgestaltung unserer Agudoh zu arbeiten. Wenn aber wir Mädchen heute zu Beginn des Jugend tags zu einer gesonderten Sitzung uns Zusammengefunden haben, so gilt das nicht den gemeinsamen Ausgaben, die wir mit den Jugendgruppen zu beraten Haben, sondern unserer ureigensten Frauenarbeit, dem besonderen Geist, in dem unsere Mädchengruppen geführt werden sollen. — Das war gerade vielfach der Fehler in der Frauenbewegung der vergangenen Jahrzehnte (erst in den -letzten Jahren hat manda eingelenkt), daß man in Erziehung, Ausbildung und beruflicher Arbeit der Frau Formen hineingetragen hat, die sich auf anderem Boden entwickelt hatten, die ihr nicht entsprechen konnten. Dem innersten Wesen der Frau wurde da viel Gewalt angetan und viel geistiges und -seelisches Elend — beim Studium hat man Gelegenheit, davon zu sehen — rührt von diesem Irrtum her. Wir dürfen diesen Irrweg nicht auch gehen und wir können ihn gar nicht gehen, weil unsere Richtlinien uns von der Thora -gegeben sind. Sie hat uns allen das gleiche Ziel gesetzt, wir alle sind auf das Sinai-gesetz verpflichtet, aber die Wege, die uns unsere großen Lehrer gewiesen, sind nicht immer die gleichen. Und auch wir müssenin unserer AgudolMrbeit unsere eigenen, ureigensten Wege finden, die -uns zu dem gemeinsamen Ziele führen können. Dieses unser Ziel, ich möchte es an der Hand des Agudoh-Gedankens, des Gedankens der Einheit, als ein Dreifaches uns vergegenwärtigen. Das Erste und Oberste, was wir zu -erstreben, haben, ist die Einheit der geschlossenen jüdischen Persönlichkeit. Unser ganzes Leben ist beherrscht von unendlich vielen Dualismen und Ziel allen menschlichen Strebens und Kämpfens ist es hier, Ausgleich zu schaffen, die große Synthese zu finden. Wir in diesem -Kreise wissen, wo diese Synthese liegt, -in welcher Form alle Widersprüche ausgehen in Klarheit und Reinheit, in unserer Tauro. Und -unser -letztes Ziel ist es, diese Tauro oberstes Prinzip und Maßstab werden zu lassen sür unsere Lebensge- . staltung und alle Formen dieser Lebensgestaltung tief innerlich verwurzelt sein zu -lassen mit -den -Kräfteneines höheren Bewußtseins, einer reineren Erkenntnis, die über allem empirischen Erfahren steht. Eine solche Synthese in unserm Leben zu gestalten ist unser Ziel, unser letztes, das wir vor Augen haben. Undder Wir kennen , ihn. — Taurokenntnis, Thauroevkenntnis, das große oberste Programm

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