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... Bericht der Jüdischen Haushaltungsschule zu Frankfurt a.M. für die Zeit vom ... bis ... · 1905-01-01 · 7 (1903-1904) · p. [Seite]

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Journal
... Bericht der Jüdischen Haushaltungsschule zu Frankfurt a.M. für die Zeit vom ... bis ...
Volume
7 (1903-1904)
Date
1905-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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4 — Wäsche, in den meisten Fällen auch ihren Anteil an der Kranken- und Invaliditäts-Versicherung bezahlen. In Krankheitsfällen bekommen sie meistens ihren Gehalt nicht weiter und auch für die drei ersten Tage keine Kassenvergütung. Besser besoldet werden die wohl in kaufmännischen Stellungen, sowohl als Verkäuferinnen wie Comptoiristinnen. Aber die Vorbildung hierzu ist eine viel länger währende, teurere, und nicht für alle Eltern sind diese Kosten erschwinglich. Eine oft kaum zu überwindende Schwierigkeit bietet sich in diesem Berufe den Mädchen, die Samstags nicht arbeiten. Täglich kommen an Vereine, die sich mit Stellenvermittlung befassen, die Anfragen und Bitten, Mädchen zu placieren mit Freigabe des Samstags. Leider ist es aber schwer, diesen Wünschen gerecht zu werden; denn von der Zahl Samstags geschlossener Geschäfte engagiert nur der kleinste Teil junge Mädchen; und welch großes Angebot steht der geringen Nachfrage gegenüber! Immer wieder werden die Mädchen, gegen den Wunsch der Eltern, durch die bittere Notwendigkeit gezwungen, Samstags zu arbeiten. Aber selbst für diese bedeutet der kaufmännische Beruf nicht immer eine ausreichende Versorgung. Der Durchschnittsgehalt ist hier von Mk. 60 im 2. Jahre steigend zu Mk. 90 im vierten Jahre. Das Lehrjahr bringt auch hier keine nennenswerte Vergütung. Der Unterhalt mit Mk. 51, die Jnvaliditäts- und Kranken-Versicherung, die Kleidung, die mit der besser bezahlten Stellung auch teuerer und gewählter sein muß, sollen davon bestritten werden. Wie selten gelingt es hier dem jungen Mädchen Ersparnisse zu machen, oder selbst bei großer Zurückhaltung, die berechtigten Genüsse der Jugend zu kosten! Der Beruf der Lehrerin, der eine mehrere Jahre währende kostspielige Vorbereitung und Begabung für den Lehrberuf beansprucht, kann nur Auserwählten zu Teil werden. Aber auch hier müssen wir daran erinnern, daß

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