... Bericht der Jüdischen Haushaltungsschule zu Frankfurt a.M. für die Zeit vom ... bis ...
- Journal
- ... Bericht der Jüdischen Haushaltungsschule zu Frankfurt a.M. für die Zeit vom ... bis ...
- Volume
- 7 (1903-1904)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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hielte ttter Hericht. der Jüdischen Kaushattungsschuce für die Zeit vom 1. Oktober 1903 bis 30. September 1904 Bevor wir in die Berichterstattung über unsere Tätigkeit im sechsten Arbeitsjahre eintreten, gestatten wir uns einige Vorbemerkungen über unsere Erfahrungen. Unsere Verbindung mit einem Mädchenheim und die daraus resultierende Fühlung mit nahezu allen, der jüdischen weiblichen Jugend zugänglichen Berufen hat uns veranlaßt, eine vergleichende Statistik aufzustellen über die Erwcrbschaneen der jüdischen weiblichen Jugend. Das Resultat dieser kleinen Enquete läßt uns neuerdings den Wunsch aussprechen, der fast in allen Berichten jener Vereine wiederkehrt, welche sich mit der sozialen Frauenfrage beschäftigen, und der nicht oft genug ausgesprochen werden kann: es möchten die Eltern und Erzieher bei der Berufswahl der Mädchen vor allem an den Beruf der Hausgehülfin denken. Denn betrachten wir die einzelnen Berufe, so weiß Jeder, der sich mit sozialen Fragen beschäftigt, wie gering z. B. die Besoldung der Schneiderin und Modistin ist, die in Geschäften arbeitet. Nach einjähriger Lehrzeit ohne jede oder mit ganz geringer Vergütung bekommen diese Mädchen einen Monatsgehalt von Mk. 25 steigend bis zu Mk. 40 nach zwei Jahren. Dabei sind sie fast immer Wochen oder Monate lang in der saison morte ohne Arbeit und Verdienst. Bon diesen Gehalten sollen sie ihren Unterhalt, der zum mindesten mit Mk. 51 pro Monat (unserem Pensionspreis) zu veranschlagen ist, bestreiten, sie müssen ihre Kleidung, Schuhe,