Mannheim
Compact Memory

Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden · 1821-01-01 · 1821 · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
Volume
1821
Date
1821-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/8861699-8894096--20-8861717
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

13 der Väter komme und bleibe über uns und unserm Werk, und über dem ganzen 2srael Gottes.' Amen. IV. Bericht. Es war sowohl eigene Ueberzeugung von dem traurigen religiösen Zustand, in welchem sich das Volke Israel befindet als auch die Aufforderung gleichgesinuter Freunde im Ausland, daß die gegenwärtige Committe nebst andern Mitgliedern am löten Febr. v. 2. zusammen trat und den Entschlus faßte, eine Anstalt zur Beförderung des Christenthums unter den Juden zu stiften und in Ausführung zu bringest. Zwar sahen wir wohl ein, daß uns viele Schwierigkeiten in den Weg treten, und daß wir mit Beschwerden mancherley Art zu thun bekommen würden, sowohl von Seiten der Juden, als auch der Christen, indem ein großer Theil der Jsraeliten — während eine gewisse geistliche Regung und Unzufriedenheit mit ihrer bisherigen Neligions - Verfassnng unter ihnen offenbar ist, — demohngeachtet für das Höhere erschlafft sind, und sich daher von dem Gefühl entfernt befinden, welches das Bedürfniß selig werden zu wollen erweckte. Es ist daher eine der allerschwierigsten Aufgaben, jene Juden erst dahin zu bringen, und ihnen begreiflich und fühlbar zu machen, wie sie in ihrem wirklichen Zustand von Gott entfremdet sind; wie sie gegen ihre Vorfahren ausser Verbindung mit Ihm gekommen, und dagegen hingerissen worden, nur alle ihre Sinnen und Verstand auf das Irdische zurichten; so daß es entweder gar nicht vorkommt, oder gewiß das Letzte ist, zu trachten ihre Seele zu erretten, ihre Gedanken und Bestreben dahin zu richten, des Friedens mit Gott und der ewigen Seligkeit schon in dieser Welt versichert zu werden, um mit Ruhe und getrostem Muthe in Abrahams Schoos überzugehen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.