Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Journal
- Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Volume
- 1821
- Date
- 1821-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
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14 Auf der andern Seite ist es aber die traurigste Wahrheit, daß ein großer Theil in der Christenheit sich der Gleichgültigkeit überläßt, und um die Seelengefahr ihrer Mitmenschen keine Bekümmerniß zeigt. Dadurch mußten wir nun zum Voraus in Rechnung nehmen, daß wir wenigstens von Anfang keine allgemeine Theilnahme an unserm Vorhaben finden würden, und daher blieb uns nichts Anders übrig, als blos allein im Vertrauen auf Gottes allmächtigen Beystand dieses Werk zu begründen, und dessen Gedeihen Ihm unserm Herrn und Gott zu überlassen, und als Kinder abzuwarten, und auf Seine Hände zu sehen, wie Er Alles regieren und hinausführen wolle. Wir waren demnach mit unserm Standpunkt gehörig bekannt, und ermunterten uns gleich bey der ersten förmlichen Zusammenkunft, am löten Febr. 1820, zum Vertrauen auf Gott, und zu ausharrender Geduld. Da wir indessen für nützlich erachteten, ohne Geräusch uns erst selbst auf unsere Aufgabe gehörig vorzubereiten, so blieb unsere Committe in der Sülle bis den 24ten Oct. 1820, wo wir veranlaßt wurden, öffentlich hervor zu tretten, und die bekannte Aufforderung an Menschen* freunde zu erlassen, deren gesegneten Folgen wir uns heute noch dankbar vor dem Herrn unserm Heiland erfreuen. Es ist deiNNäch ein Jahr, daß wir öffentlich für das Reich Gottes und seines Gesalbten unter den Juden, zu wirken angefangen haben, und billig legen wir hiermit von Unserm Thun Md Lassen öffentliche Rechenschaft ab. Wenn wir nun am Ende eines abgelaufenen Jahres unseres öffentlichen Wirkens einen Rückblick auf dasselbe werfen, und uns alle die schweren Vorkommenheiten, die wir durchzumachen hatten, ins Andenken zurückrufen, so stehen wir jetzt beschämt vor dem Angesichts Gottes; denn wir