Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 4, 5 und 6 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 II. Die Gründung der Wiener Chewra Kadischa im Jahre 1763. »< ~ Zuerst erschienen in Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde, herausgegeben von M. Grunwald, Heft XXXII, S. 97—102 und XXXIII, S. 6—28. Die nachfolgenden Hinweise beziehen sich auf den Sonderabdruck, von dem die zweite und dritte Ausgabe (letztere 1910 als Festschrift zusammen mit Grunwald, ״Zur Familiengeschichte einiger Gründer der Wiener Chewra-Kadischa“) auf S. 31 Berichtigungen und Ergänzungen enthält. S. 4, Z. 19 von unten. G. Wolf, Die jüdischen Friedhöfe und die Chewra-Kadischa in Wien, S. 4—5, hält die vom ״Wiener Israelit“ herausgegebenen Statuten für das Originalstatut. Das ״Gedenkblatt zum fünfzigjährigen Jubiläum der Israelitischen Kultusgemeinde zu Wien, am 26. März 1876. Herausgegeben [nach einer Hs. Jellineks, jetzt im Besitze der isr. Theol. Lehranstalt in Wien] von der Redaktion des ״Wiener Israelit“ (2 Blatt in Folio), enthält ein späteres, vielfach nach den Zeitbedürfnissen abgeändertes Statut. S. 4, Z. 9, von unten und S. 5, Z. 1. Die Aufstellung beruht auf einem Lesefehler•• Statt ״Zach“ liest Taglicht (Nachlässe der Wiener Juden, S. 181, Nr. 121, n. 2) mit Recht ״Lach“. Zu den Quellen auf S. 5 sei noch auf Taglicht 1. c. hebr. Abt. S. 46, Nr. 14, § 1 verwiesen. S. 8, Z. 2 von oben und S. 9, Z. 20 von unten, statt Schebuoth, Schewuoth lies Schabuoth; S. 9, Z. 11 von unten, statt 8. September lies 9. oder 10. August; Z. 1 von unten, statt 27. lies 4. S. 12—15. Die Personen erfahren zum großen Teil eine ausführliche Behandlung in Wachstein, Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, II, 1917. Hier einige weitere Bemerkungen : S. 12 v. Ahron Moses und S. 14 v. Simcha Bunem. Ich glaube jetzt das letzte Wort in der Unterschrift (s. Reproduktion auf S. 30, rechts oben) ק״פ lesen zu können. ין״ם ist bekanntlich Kuttenplan. Simcha Bunem b. Ahron Moses wäre demnach mit Benjamin Honig (später Christoph Bienenfeld), dem Sohne des Ahron Moses Honig, bei Taglicht, S. 244, Nr. 263, zu identifizieren. Ein weiteres über die bekannte Familie siehe unten im Nachtrage zu Inschriften II. S. 12 v. Arnstein Nathan. Könnte auch der Sohn des David b. Isak sein. Vgl. In- Schriften II, S. 465. Daß einige Unterschriften namentlich auf der letzten Seite nicht aus der Zeit der Gründung herrühren, habe ich bereits 1. c. S. 366, n. 3 und 485, n. 2 bemerkt. S. 12 v. Berlin. Statt Moses Enoch lies Moses b. Enoch. Moyses Enoch Berliner ist laut Totenprotokoll im Weißen Stern Nr. 463, am 7. Dezember 1793, 66 Jahre alt,, gestorben. In der Familienliste der Veronica Honig (bei Taglicht Nr. 263 erwähnt) für das Jahr 1793 wird er als Hausrabbiner angeführt. Gella Berliner, Rabbinerwitwe, starb, 65 Jahre alt, am 2. Dezember 1794. Ein Sohn Moses Enochs scheint Hirschl Berliner gewesen zu sein, wie aus dem Namen ״Henoch“ seines Kindes, welches am 9. Jänner 1793 starb, geschlossen werden kann. S. 12 v. Broda Ephraim. Vgl. Taglicht 1. c., S. 218, n. 18. S. 12 v. Elieser b. Israel. Ich lese jetzt am Schlüsse der Unterschrift (s. Reproduktion auf S. 30) ק״פ Kuttenplan. Elieser ist demnach Lazar Karl Honig von Hönigsberg. Vgl. InschriftenII, S. 524. Unterhalb der Unterschrift lese ich noch: ״Den 16. 8br. 1786“. S. 13 v. Oppenheim Jakob. Jakob Oppenheimer erhielt 1780 die Toleranz in Wien auf unbestimmte Zeit (Vgl. Pribram, Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Wien, Erste Abt. I, S. 586, 608, II, 129, 176).. Hier erscheint er schon früher wohnhaft. 10. November 1777 starb ihm daselbst ein Kind, Isak, im Alter von 2 Jahren. Als Nachkomme des Hoffaktors Samuel Oppenheimer schließt er den Vergleich mit den Osterhamerschen Erben (G. Wolf, die jüdischen Friedhöfe etc., S. 10—11; Pribram 1. c., I, S. 562, n. 1). In den mir handschriftlich vorliegenden Familienlisten aus den Jahren 1787, 1789, 1793, 1796 werden als Familienmitglieder angegeben: Judith, Gattin, Simon und Bernhard, Kinder. Ein Bruder Samuel, der in Eger geboren wurde, figuriert als Buchhalter. In Eger lebte Abraham Oppenheim (Taglicht 1. c., S. 191; Wachstein, Inschriften II, S. 566), der durch die Notiz Freudenthals in der Monatschr. f. Gesch. u. Wiss. d. Judentums, 1918, S. 154, als der Sohn Emanuel b. Samuel Oppenheimers (Inschr. II, S. 234, wo über ihn nichts ermittelt werden konnte) näher bestimmt werden kann. Jakob Oppenheimer, der die Ansprüche der Familie Oppenheimer an dem Friedhofe vertritt, ist ohne Zweifel ein Sohn Abraham Oppenheimers und somit ein Urenkel des berühmten Finanzmannes. Diese Abstammung verhalf ihm zur Toleranz auf unbestimmte Zeit und zur Erlangung einer Konzession auf — einen Koscher-Weinschank. Er starb laut Toten- Protokoll als tolerierter Handelsmann, 64 Jahre alt, am 13. November 1808, seine. Frau Judith am 28. Februar 1809. Zum Aufgebot 1797 leistet er einen ansehnlichen Beitrag (Ost und West, X, Sp. 537). Seinem Namen begegnen wir in der Pränumerantenliste ה:תם תבנית Wien, 1797; Homberg אמרי שפד Wien, 1806 (3 Exemplare). Dieselben Werke pränumeriert auch Samuel, der Bruder Jakobs. Samuel Oppenheimer aus Eger starb Stadt Nr 7/10 fi9 lahrp alt am fi Mai 1817