Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 1-3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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40 findung des gesuchten Grabsteines. Ich unterlasse hier die Hinzufügung der wissenschaftlichen Belege und beschränke mich bloss auf die rasche Aneinanderreihung des genealogischen Ergebnisse meines zusammengefassten Stammbaumes, der sich bereits seit März 1914 im Besitze der genannten Londoner Familien befindet. Branns „Geschichte des Landesrabbinates in Schlesien0, Kaufmanns „Jair Chaim Bachrach" und Wachsteins „Jüdische Grabschriften" erleichterten mir die Lösung. Der Ursprung führte mich in die Mitte des 16. Jahrhunderts zu R. Chaim Theumim aus Worms. Die Genealogie, die ich genauen dem angefertigten Stammbaume ersichtlich machte, bietet in ihrer vielseitigen Abzweigung nähere Hinweise auf die bekanntesten jüdischen Familien des 16. bis 19. Jahrhunderts. Er zeigt uns die Familien: R. Jehuda Liwa b. Bezalel — „HoherRabbiLöb" — ,Theumim, Hurwitz, Josua Heschl, Eskeles, Wertheimer, Lewuw, Bachrach, Günsburg, Schatels, Philipsburg, Moschides, Brilin, Mos ah el s,*Op pen h eim, Brand eis, Oettingen, Grothwohl, Lipmann Heller, Neumark, Wallerstein, Munkh, Fränkl, Perlhefter, Krochmal, Eibenschütz Auerbach, Speier, Mierls und verschiedene andere. Manche Ergebnisse decken sich auch mit M. Balabans gelehrter Abhandlung im Oktoberhefte der „Monatsschrift für die Wissenschaft des Judentums". Ich beschränke mich hier nur auf die Linie der eingangs erwähnten Familie des derzeitigen englischen Ministers Samuel. R. Jehuda Liwa b. Bezalel, Landesrabbiner in Nikolsburg, später in Prag; dessen Tochter Vögele heiratet Isak b. Simon Cohen. Mit dem Wegzuge R. Jehuda Liwas aus Nikolsburg hat die Verbindung mit Mähren nicht aufgehört. Während der Wirksamkeit seines Bruders und Nachfolgers im Landesrabbinate zu Nikolsburg, R. Sinai, spinnen sich die Fäden der Familienbeziehungen nach Böhmen, Niederösterreich, Polen und Deutschland, besonders zur Familie Th e u m i m-Fr ä n kl. Slowe, die eine Tochter der Vögele, wird die zweite Gattin des Jak. Meschulam Salman T h e u m i m-F r ä n k 1 in Prag; die andere, C h a w a, die zweite Gattin des Abraham Samuel b. Isak Bachrach. Dieser hält sich einige Jahre in Mähren auf und geht vorerst als „Darschan* nach Prag, wirkt später als Rabbiner in Jungbunzlau und nachher als Nachfolger R. Isachar S pi r o s in Worms. Er stirbt, 40 Jahre alt, 1615 in Anspach. Seine Gattin Chawa stirbt auf ihrer Wanderung nach dem Orient 1651 in Sofia. Während ihres Aufenthaltes in Mähren wird ihr Sohn Samson Bac hrach 1607 in Pohrlitz bei Nikolsburg geboren. Dieser heiratet 1627 in 1. Ehe Do bris ch, Tochter des Ung.-Broder Rabbinats-Assessors Isak b. Phöbus, und in zweiter Ehe 1622 Phege (gest. 1666), die Witwenach R. Mosche Cohen, Rabbiner von Nerol und Metz. Samson Bachrach wirkte als Rabbiner in Göding, Leipnik, Prag und später in Worms und stirbt daselbst 1670. In Leipnik wird ihm 1638 sein nachmaltig berühmter