Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 1-3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 sambist berichten sollen. Euer Khayserl. May. inn allerunnderthennigisten Gehorsamb diemüethigist mich befelchendt. Euer Rom. Khay. May. Unterthenni.gister gehorsambister Caplan Johann Caspar Bischoff zue Wienn. Praesent. 12. Septembris 1583. Wieder fällt die recht schnelle Weiterleitung und Erledigung der Akten auf. Elchanan Paulus hatte nicht nur das Wohlwollen des sonst so schwer zugänglichen Kaisers Rudolf erlangt, sondern hatte ausserdem noch manche einflussreiche Gönner in Wien, darunter den Rektor und den Präfekt des Jesuitenkollegiums. Auch das Gutachten des Bischofs ist im allgemeinen recht wohlwollend, er betont des Gesuchstellers ehrbaren Lebenswandel und gute katholische Gesinnung (von dem Verkehr mit den Helmstädter protestantischen Theologen scheint auch er nichts zu wissen). Kennzeichnend für die Konsequenz des Elchanan Paulus ist seine im bischöflichen Gutachten mitgeteilte Äusserung, er wäre durch das Lesen einer hebräischen Übersetzung des Mathäusevangeliums von der Wahrheit des Chr.stentums überzeugt worden, denn Oleariüs weiss dasselbe von ihm zu berichten Philipp Gallus veranstaltete nämlich eine hebräische Übersetzung der Augsburger Konfession und Superintendent Olearius fügte ihr eine Vorrede bei, in welcher er die Verbreitung dieser Übersetzung unter den Juden dringend empfahl. „Ihm habe sein Rabbi Paulus Elkana aus Prag bekannt, dass er besonders durch die hebräische Übersetzung des Mathäus- und Römerbriefes gewonnen worden sei. (De le Roi, Die evangelische Christenheit und die Juden, Band 1). Erwähnt soll noch werden, dass unser Elchanan Paulus von einigen Bibliographen mit dem Convertiten Paulus Pragensis für identisch gehalten wird, ohne dass ein Beweis dafür auch nur versucht worden wäre Dieser Paulus von Prag schrieb ein Werk mit dem Titel „Der Apostel Symbolum von wort zu wort aus dem alten Testament probirt vnd erweiset in Fragstück gestellt durch Paulum von Prag", das 1580 in Wittenberg erschienen ist. Die in der Vorrede zu diesem Buch von ihm mitgeteilten biographischen Angaben ergeben keinen Beweis dafür, dass er und Elchanan Paulus eine und dieselbe Person seien. Zur Biographie Elia Levitas. Von Dr. Arthur Zacharias Schwarz, Wien. Die im Besitze der Hofbibliothek in Wien befindliche Ausgabe Neapel 1490 von David Kimchis Wörterbuch — Signatur: Inc. 25 P 2 — weist neben anderen hebräischen Eintragungen auch drei von der gleichen Hand auf. Ein späterer Besitzer hat die zweite ußd dritte Notiz mit Aus-