Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 1-3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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23 per lectionem Evangelii secundum Mathaeum hebraice versum unnd annderc unnserer Christlichen Religion guette Bücher er primo bewegt soy worden, occasionem conuersionis suae a Judaismo ad fidem nostram christianam zu suechen. Was dann post factam conuersionem seinen Wandel betrifft, weisens seine Khunndtschafften, die er inn Original! mir aufgetzaigt, aus, hab es auch vonn anndern ehrlichen Personnen vernommen, dass er jedertzeit ain ehrbars christlichs Leben geführt, darumb auch von den Juden hinn und wieder will persequtiones überstehen müessen. Was aber sein Büecher schreiben betrifft, ist es wohl wahr, dass er vor ainem Jahr zway guette und pro conuertendis Judaeis catholicae Ecclesiae, und inn vielen Puncten pro conuincendis haereticis nutzliche Büecher geschrieben, welche aber ante praelum (!) et publicationem per Facultatem Theologicam seindt reuidiert unnd corrigiert worden; also hat der guete Mann noch bonum zelum und ain christlichs füernehmben pro eligione Christiana et chatholica secundum datum sibi talentum diuinum zueschreiben, und Tractate aussgehen zue lassen, unnd zwar theologia veteris Testamenti in scriptis Rabinorum et ueterum Judaeorum belanngt, darinn ist er ziemblich, unnd besser als inn Theologia Christiana Noui Testamenti et Theologorum Christianorum libris uersiert, jedoch halt ich nit rathsamb seyn, dass seine Scripta sine diligenti reuisione et correctione Theologorum in lucem spargiert werden, dann es der Zeitt wohl zue bedennckhen, was mann füer libros wolle ediern, unnd lässt sich je nit schertzen in rebus theologicis soli mundo mit Büechern schreiben, sich exponieren, inn welchem zue besorgen, quod plus aliquando destruitur, quam aedificatur. Das meldte aber Euer Khayserl. May. ich nit darumben, alss dass gedachter Elchanon Pauli vonn seinem guetten eyffrigen füernehmben sollte disuadiert und abgehallten, sondern villmehr, weill er guette unnd nüetzliche Sachen zue schreiben Willens, unnd ettlich allberait im Werckh hatt, dass er inn seinem Proposito gelobt, Ihme auch mügliche occasion, unnd genedigiste Hülff möcht geraicht werden, damit durch seine labores, so vill Gottes Gnadt cooperiert auch ettliche ex Reliquiis Judaeorum ettwann ad fidem sanctam conuertiert, auch die errantes unnd Schismatici inter Christianos ab erroribus desto eher liberiert werden, doch allweeg mit der nothwendigen Condition, dass er das wenigist nit sine licentia Censura et correctione Theologicae Facultatis et superiorum Magistratuum vonn Schrifften unnd Büechern lasse außgehen; unnd wie alle auch lllustrissimi scriptores Catholici iudicio Ecclesiae sich, ihre Scripta, unnd labores subiicieren, also auch Elchanon Pauli, so er ain rechter gehorsamber Christ unnd unnser Mitglied seyn unnd bleiben will, dieser allgemainen Regel auch Euer Khayserl. May. genedigisten Befelch nach sich gemäss verhallte. So will hab Euer Khayserl. May. auf Dero genedigisten befelch ich gehör-