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Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1916-01-01 · 1-3 (1916) · p. Seite 22

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Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
2 (1916)
Issue
1-3 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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22 ist die Tatsache, dass seine Frau und seine unter dem mütterlichen Einfluss stehenden Kinder nicht zum Christentum übergetreten sind. Nichts ungewöhnliches aber im Leben eines Convertiten sind die von ihm erwähnten Anfeindungen, Erbrechtsstreitigkeiten und Geldsorgen. Sein Gesuch wurde übrigens ziemlich rasch behandelt, es wurde bald darauf, wie die folgenden Akten zeigen, vom Reichsvicekanzler dem Bischof von Wien zur Begutachtung vorgelegt: Rathschlag. Herrn Hoff-Cammer-Presidenten! Auss sonnderbahrer genedigister Verordnung Ihr Rom. Kayserl. May. diese Sache Deroselben gehaimen Rath und Reichs Vice-Canntzlern Herrn Sigmunden Vieheuser zue Lauttenbach zu übergeben mit Annzaigung Ihr May. hiellten ain Nothdurfft seyn. dass der Herr Bischoff allhier zue Wienn hierüber vernommen, vnnd der Supplicannt auf ihne gewisen wuerde mit Befelch seine Büecher daselbst füerzuelegen, dass auch Herr Bischoff dieselben ersechen, und berichten solle, was es damit füer ain Gelegenhait hab, unnd ob es dermassen geschaffen, dass sie mit Nutz der Christlichen Religion zue publicieren. So wollten alsdann Ihr May. Ihne den Supplicannten der prouision halber auch beschaiden lassen. Weils aber der Hoffkhammer Sach mit dem Herrn Bischoffen solchs auftzuelegen, so wuerde demnach Wohlgedachter Herr Vice-Canntzler solchs unnbeschwärrth von der Hoffkanntzley auss zue beschechen verordnen. Per Imperator. 3. Septembris A. 1583. R i e g e I i u s. Allerdurchleuchtigister, Grossmächtigister Römischer Khayser! Allergenedigister Herr, Euer Rom. Khays. May. haben Elchanon Pauli Aines zum Christenthumb bekherten unnd getaufften Juden gegenwärtigen Supplication mir allergenedigist zuekhommen lassen genedigist befelchendt, dass ich Supplicannten füer mich erfordern seine Büecher, darauf er sich referiert, ersechen, unnd Euer Khayserl. May. mit guetbedunnckhen gehorsambist berichten solle, was es berüerter Büecher, unnd dann des Supplicannten halben füer ain Gelegenhait habe. Ob auch dieselben Büecher dermassen beschaffen, dass sie der Christlichen Catholischen Religion zu Nutz unnd befüerderung publiciert werden möchten. Hierauf Euer Khayserl. May. ich kin allen Gehorsamb bericht, dass ich alspaldt gemeldten Elanchon (sie!) Pauli zu mir gefordert, alier Circumstantzen als der Ursachen seiner Beckherung seines itzigen Thuen und Wesens, unnd sonnderlich seiner schrift halben gehört, unnd so vill vermerckht, dass zu förderist durch die sonndere Genadt Gottes, dann auch

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