Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 1-3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 Händler im Ghetto selbst einen Geldkredit beanspruchte. Das Geldgeschäft wurde teils im Nebenerwerb, teils von jungen Ehemännern, die ihre Mitgift noch nicht in ein Geschäft investiert hatten, und ähnlichen noch nicht oder nicht mehr Tätigen betrieben. Die Zahl der Familienmitglieder sämtlicher 123 Haushaltungen beträgt 601. Für die Hausfrau ist keine Rubrik vorgesehen. Die Summe in der 7. Rubrik ergibt jedoch bei den meisten Nummern eine um 1 höhere Zahl. Bei 5 7 16 51 57 61 63 64 66 75 76 82 und 123, wo die Summen den Zahlen in den einzelnen Rubriken entsprechen, ist auf eine Vervvitwung zu schliessen. Ebenso stimmen naturgemäss die Summen bei 67—74*), wo der männliche Teil fehlt. Die durchschnittliche Kopfzahl beträgt demnach für jede Familie rund 4 9. Die Zahl der Hausgenossen beträgt 171, von welcher 13 auf die Hauslehrer, 53 auf die männliche und 105 auf die weibliche Dienerschaft entfällt. Bei der letzten Kategorie ist es fraglich, ob sie durchgehends oder überhaupt jüdisch war. Die Summe aller Bewohner der Siedelung beträgt 772, daher 6*3 für jede Familie. Nachweise zu den einzelnen Personen erfolgen in den Noten am Schlüsse des Aktenstückes in der Reihenfolge der Nummern. Noten. Abkürzungen« b ben (Sohn des); Hock S. Hock, die Familien Prags, Pressburg 1892; PQB Pressburger Gemeindebuch, Hs. im Besitze der jüdischen Gemeinde in Pressburg; Taglicht J. Taglicht, Nachlässe Wiener Juden aus dem 17. und 18. Jahrhundert; W I und W II B. Wachstein, Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, I. und II. Band; Weisz J. Weisz, Abne Beth ha-Jozer. Paks 1900. 1. Sussman Oppenheimer ist ein Urenkel des Hoffaktors Samuel Oppenheimer. Vgl. W II S. 61 n. 1 und hier weiter unten Nr. 77. 2. Zu Salomon Leidesdorfer vgl. W II S. 39. Das unverständliche „ex Treviatu" wäre vielleicht mit Rücksicht darauf, dass die Familie L. auch den Beinamen Nass (= Nassau) führt, mit „aus dem Trier'schen" (Nassau benachbart) zu übersetzen. 3. Ueber Simon Mannheimer vgl. WH S. 476—477 und die Nachweise daselbst. 4. Ueber Low Krailsheimer vgl. W II S. 108 et passim. 5. Zu Kaufman Buttenheim vgl. W II S. 466 und TAGLICHT S. 210. 6. Im PGB 20 b wird 1761 ein Löb, Sohn des W o 1 f S c h r e i b e r, erwähnt. 7. Juspa b. Chajim Hamburger aus Pressburg druckte in Gemeinschaft mit Menachem Mendele Schwab 1757 in Amsterdam das Werk Wikuach Jajin. S. WACH¬ STEIN, Katalog der Salo Cohn'schen Schenkungen I Nr. 588. Eine Rebekka, Tochter des Itzik aus Hamburg, starb 1727 in Pressburg. Siehe WEISZ Nr. 23. 9. Zur Familie Chajes in Prag vgl. HOCK S. 129—130 und dazu W I S. 360. 12. J o sef Du k es ist das älteste Mitglied der bekannten Pressburger Familie. Mitglieder aus dem 17. Jahrhundert siehe W I S. 358 und HOCK S. 77. **) Bei 67 ist die Summe um 1 zu viel oder die Zahl 1 in einer der Rubriken ausgefallen.