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Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1913-01-01 · 4, 5 und 6 (1913) · p. Seite 40

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Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
1 (1912-1913)
Issue
4, 5 und 6 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 40 (sequence 40)
Language
German
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4() reiste ich nach Werschetz zu R. Moscheh. Donnerstag, den 1. Cheschwan zog ich nach Temesvär zu R. Meier Amigo. Sonntag, am 11. Cheschwan kam ich nach Bodin (Ofen) zu Reb Schemaja Pressburg, bei welchem ich meine Verwandte Chaja traf und wohnte auch der Hochzeit ihrer Tochter bei. 5516 (1756): Mittwoch, am 5. Tischri reiste ich von Nancy nach Luneville, Phalsbourg. Montag, am ersten Halbfeiertag des Laubhüttenfestes zog ich von Rosheim nach Oberehnheim. Ich ging zum Rabbiner von Niederehnheim Josef Steinhart!, der sich mit der Witwe meines Onkels, des angesehenen Jechiel Pressburg, seligen Angedenkens, der ehrwürdigen Kröndel verbunden hatte. Und siehe meine Sünden verwirrten meine Gedanken. Obwohl meine Absicht feststand, diesen Winter in den nördlichen Ländern zu verbringen, bis nach Dänemark und Königsberg hinauf, ward ich so überdrüssig der Eitelkeiten dieser Welt, dass ich unfähig war, irgend einen Entschluss zu fassen. Der Herr, gepriesen sei er, leihe mir Beistand. . . . Und ich war gezwungen, in Berlin fast drei Wochen zu verweilen, während welcher sich die ganze Gemeinde in Frankfurt bei der Messe befand. Damals hatte ich einen Streit mit dem Samtfabrikanten R. Hirsch Präger. Dienstag, den 21. d. M. wurde ich zu dem Premierminister Herrn v. Podewill9) gerufen. Ich unterhielt mich mit ihm und schenkte ihm meine Münzen. Freitag, den 24. d. M. war ich bei seiner Tochter, Madame de Marschall, und nie werde ich die Liebenswürdigkeit vergessen, mit welcher sie mich bei sich empfing. Ich sah auch das Schloss des Herrn Markgrafen Karl10) und konnte mit ihm sprechen. Dienstag; den 28. d. M. ging ich nach Potsdam. Mittwoch, am Tage vor dem 1. Nissan besah ich das Schloss des Königs Sanssouci und sprach mit einem Sohne des Prinzen von Preussen. Ein Offizier lud mich ein, am Abend zu Prinz Heinrich zu kommen, aber ich wusste nicht, ob die Sache ernst gemeint war oder nicht. Donnerstag war ich in der Synagoge von Potsdam und sprach mit R. Simeon Alik, der dort die Stelle des Synagogensängers bekleidete. Früher war er Lehrer im Hause meines ehrwürdigen Vaters gewesen. Montag, am 5. Nissan begab ich mich zu Madame Marschall, um Abschied von ihr zu nehmen, und sie sagte mir, ich solle zur Prinzessin Amalia gehen, jedoch befand sich mein Gepäck schon auf der Post. Und während ich mich bei Hofe aufhielt, um mit ihr zu sprechen, kam eine von ihren Dienerinnen und teilte mir mit, sie hätte sich zur Königin begeben. Freitag, am 9. Nissan kam ich in Frieden nach Breslau zu meiner Verwandten Channah Spitz. Sonntag hatte ich einen Streit mit R. Abraham ben Eleasar und seinem Sohne, die mich bei dem Polizeiinspektor verleumdeten. Doch ich ging zum Minister und zum Gouverneur, denn der angesehene R. Daniel Chalfon hatte mich zum Minister empfohlen. Doch 9) Graf Heinrich v. Podewill. 1<r) Markgraf Karl v. Ansbach,

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