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Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1913-01-01 · 4, 5 und 6 (1913) · p. Seite 39

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Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
1 (1912-1913)
Issue
4, 5 und 6 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 39 (sequence 39)
Language
German
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89 mich gerettet. Von Freitag bis Montag war ich seekrank. Dienstag am Tag vor dem 1. Ab kamen wir nach Zypern und ich ging, den englischen Konsul zu besuchen, bei dem ich drei Tage lang wohnte. Donnerstag, den 2. Ab segelte der Kapitän mit dem Schiffe ab, ohne mir nur ein Wort mitzuteilen und ich blieb ohne irgendwelche Habe in Zypern zurück. 5514 (1754) : Sonntag, den 2. Adar . . . Diese ganze Zeit, Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag tobte ein furchtbarer Sturm, so dass ich weder etwas essen, noch trinken konnte. Erst Freitag, am 7. Adar erholte ich mich mit Gottes Hilfe wieder und die See wurde ruhig, doch fühlte ich mich alle diese Tage sehr bedrückt. Am heiligen Sabbath war ich schon ganz gesund und wir sahen am Tage bis Rhodos. Am 3. und 10. Adar wütete wieder ein schrecklicher Sturm. Erst Dienstag, am 11. Adar legte sich das grimmige Toben des Meeres und wir sahen wieder Rhodos, wie bereits am heiligen Sabbath. Der Herr sende uns «inen günstigen Wind 1 Amen! Dienstag, den 11. Adar, zur Abendzeit, bedeckten sich die Himmel mit Wolken und es erhob sich ein furchtbares Unwetter, Sturm und Regen und wir fuhren Mittwoch nachts an Rhodos vorbei, am Mittwoch passierten wir Capo Stanzio (Chios). Die Nacht auf Donnerstag, Taanis-Esther, und Donnerstag verbrachten wir unter schrecklichem Sturm in einem Hafen an einer unbebauten Küste im Lande Kalabrien. In der Nacht auf Freitag und dem darauffolgenden Tage las ich die Megillah und feierte Purim. Am heiligen Sabbath, noch vor Sonnenaufgang, verliessen wir den Hafen und Sonntag, am 16. d. M. passierten wir Capo Samos, wo wir einem französischen Schiff unter Kapitän Chiraud begegneten, mit welchem auch R. Moscheh del Medigo fuhr. In der Nacht auf Montag kamen wir durch die Strasse von Chios, am 17. d. M. erreichten wir das Eiland Durlacco, doch mussten wir uns entschliessen, wegen des grossen Sturmes nach dem Hafen Voghera zurückzukehren, wo wir ein Schiff aus Ragusa, Kapitän Andre, trafen, das 14 Tage vor uns Alexandrien verlassen hatte. Dienstag, am 18. Adar waren wir noch im Hafen und ich hatte einen Streit mit einem Türken, im Verlaufe dessen er mich fast erschlagen hätte. Mittwoch, am 19. d. M. gab es noch immer Sturm und Regen, ebenso am Donnerstag. Freitag legte sich der Wind und wir verliessen den Hafen in der Nacht auf den Sabbath, bei vollständig ruhigem Wetter. Am heiligen Sabbafo nach Mittag erhob sich ein ungeheurer Sturm, so dass wir gezwungen waren Anker zu werfen und zwar auf offener See. Die ganze Nacht wütete der Sturm mit solcher Gewalt, dass wir die Anker verloren. Gepriesen sei der Herr, der uns aus dieser Gefahr errettet. Sonntag, am 23, Adar hatten wir noch immer Sturm und Regen, Montag, den 24. d. M. stieg ich in einen kleinen Kaik und kam in Frieden hieher, in die Gemeinde Ismir (Smyrna). 5515: Sonntag, den 27. Tischri reiste ich von Semlin auf dem Wege nach Pancsova nach Weisskirchen zu einer Witwe . . . Am 28. d. M.

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