Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 1 (1912-1913)
- Issue
- 4, 5 und 6 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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38 gar kein Geld hatte, wollte ich mein Gewand verkaufen, um mir eines nach der Sitte des Landes anzuschaffen. Freitag den 12. Ijar kamen wir nach Zypern und verliessen es Montag. Am Sabbath verliess Chacham Nißim das Schiff und wir gelangten Mittwoch den 24. Ijar (19. Mai) nach Akko, wo ich bei einem Niehtjuden, einem französischen Kaufmann namens Monsieur Martin Blanc ä Acre übernachtete. . . . Freitag am 27. Ijar ging ich nach Merom zum Grab von R. Schimeon b. Jochai und dem seines Sohnes R. Elieser und R. Isaks Lur ja, zu den Grabstätten von R. Jochanan Hasandelar, Schammai und Hillel und der Schwiegertochter von Schammai. Montag kehrte ich nach Safed zurück und erhielt ein Geschenk von der Gemeinde, Wein und Fleisch, von dem Besten des Landes und ich wohnte im Hause des Chacham Isak Sagura. Sonntag den 25. Tamus (18. Juli) verfiel ich in eine schwere Krankheit und kam bis vor die Tore des Todes, aber der Ewige, sein Name sei gepriesen, in der Fülle seiner Gnade und Barmherzigkeit sandte mir vollständige Heilung vom Himmel herab, jedoch blieb mir von dieser Krankheit eine gewisse Schwäche. Gott sende mir gänzliche Heilung, sowie allen übrigen Kranken Israels. Amen! Mittwoch am 8. Marcheschwan verliess ich Safed mit dem Mukher (Reittiervermieter) Aharon in der Absicht, dorthin baldigst zurückzukehren, und gelangte Freitag den 10. d. M. hart am Sabbatanfang nach Zidon. Donnerstag den 22. d. M. zur Abendzeit reiste ich mit einem französischen Schiffe nach Damiette ab, wo ich Donnerstag am Neumondstag Kislew ankam. Am Donnerstag den 7. Kislew verliess ich Damiette und erreichte Donnerstag den 14. Kislew mit Gottes Hilfe in Frieden Bulak, wo ich eine Stunde rastete und dann mit zwei Eseln in Frieden hieher, nach Kairo kam. Es sei Gottes Wille, dass mein Auszug wie auch mein Einzug ohne Sünde sei! Ich wohnte bei einem armen Manne, R. Israelaus Briskin Lithauen. Da ich krank war, verordnete der Arzt mir, nichts anderes zu essen, als Hühner mit Reis. Mittwoch den 16. Tamus kam ich in Frieden in die Gemeinde Rasched (Rosette) und wohnte im Hause des reichen und mächtigen R. Moscheh Sakim, worauf ich in Frieden mit zwei Maultieren in guter Gesellschaft nach Alexandrien weiterzog. Donnerstag, der Fasttag verwandelte sich in einen Freudentag; denn ich kam zum zweitenmal nach Alexandrien und wohnte im Hause des Weisen R. Jizchak Kunarti-Provenzal. Am 15. Ab kam an mich ein Schreiben aus Loppard von R. Liebman (Jost) Berlin, Friede mit ihm, und darin ein Brief von meinem Vater und von meinem Bruder R. Juspa mit der guten Nachricht von meiner Schwester Jente, dass sie den angesehenen R. Liebermann .aus Bonn geheiratet habe. . . 5513 (1753): Freitag am 25. Tamus segelte das Schiff in aller Frühe ab und ich musste mich erntschliessen, ihm auf -einem kleinen Kahn unter Gefahr des Lebens nachzujagen, doch Gott hat