Mannheim
Compact Memory

Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1913-01-01 · 4, 5 und 6 (1913) · p. Seite 33

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
1 (1912-1913)
Issue
4, 5 und 6 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 33 (sequence 33)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/8823644-8824829-8824836--088-8824738
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

33 ^Loli Salamon" und „Loli Leon" vor; der Name Cormons bleibt unerwähnt. Dagegen finden wir im Census von 1788 „Cormons Leon — detto Loli", d. i. Cormons genannt Loli. Es unterliegt nun keinem Zweifel, dass es sich hier nicht um eine auf Wunsch des Namensträgers amtlich durchgeführte Änderung des Familiennamens, sondern um eine Art Beinamen handelt, der einem der Mitglieder der Familie C. ohne und vielleicht gegen seinen Willen beigelegt wurde. Dieser Beiname tritt später sogar in den Vordergrund und verdrängt gegen das Ende des 18. Jahrhunderts vollends den ursprünglichen Familiennamen. Schliesslich sei noch erwähnt, was Eude Lolli6) noch berichtet: Ein anderer Zweig der Familie Cormons ändert die Namen in Herzen au, freie Übersetzung von Cormonis. Die Memoiren des Simon v. Geldern, Heinrich Heines Grossoheim.*) (Fortsetzung und Sehluss.) Nachher wollte ich die Tochter meines Oheims R. Mendel Düsseldorf, seligen Angedenkens, heiraten, sie besass unermesslichen Reichtum, aber meine Eltern wollten es nicht. Im Jahre 5497 (1737) verfiel ich in eine Krankheit, das viertägige Fieber (Quartan), vom Vorabend des Versöhnungstages bis zum Monat Nissan. Im selben Jahre kam ein Baal Schern (Wundertäter), R. Efraim mit Namen, uiid legte mir Amulette an, ich verfiel in Wahnideen und sah Spukgestalten, Geister, bis sie die Amulette von mir nahmen. Der Baal Schern aber entfloh. Im Monat Nissan schwand von mir das Fieber, aber eine gewisse Schwäche ist noch zurückgeblieben. Gott, in der Fülle seiner Gnade, möge mir vollständige Heilung senden in Bälde, Heilung des Körpers und Heilung der Seele sowie den übrigen Kranken Israels, Amen! Und in diesem Jahre übernahm mein ehrwürdiger Vater ein Geschäft vom Kurfürsten für drei Jahre. Im Jahre 5499 (1739) entstand eine grosse Teuerung, so dass mein Vater mehr als 50.000 Gulden verlor. Meine Mutter, seligen Angedenkens, entschloss sich trotz des strengen Winters nach Mannheim zu reisen (im Jahre 5500 [1740]) und kraft ihrer Vermittlungsgabe und grossen Klugheit hatte sie Glück auf ihrem Wege und sie brachte ein Schreiben vom Fürsten (dux) mit, dass man ihr mehr als 10.000 Groschen gebe, um so einen kleinen Teil ihres Schadens zu 6) E. Lolli, 1. c. *) Nr. 2 und 3 Seite 21, Zeile 21 hat zu lauten: Ich wohnte dort unter grossem Kummer, obschon ich viel Geld zahlte. Seite 21, Zeile 36 u. f. lautet : . . . und er tat mir viel Kummer an. Ich nahm Abschied von meinem Lehrer und Rabbi, und er gab mir den Chabertitel . . . Seite 22, Zeile 9, er war damals noch Talmudjünger. Zeile 13 u. f. . . . eine Krankheit, von der sie nicht mehr aufstand, sondern sie starb und Hess <das Lehen den Lebendigen zurück.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.