Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 1 (1912-1913)
- Issue
- 4, 5 und 6 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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28 G. Th. Zeitinann (1696-1747) und seine Nachkommen. . Anfrage 10. Ein Krakauer Jude namens Hirschl (geb. 1696) als Sohn des Mordecnai und der Sarah) zog von Polen nach Deutsehland und wurde dort evangelisch. soll dann angeblich Pastor geworden sein. Vielleicht trifft sich der Zufall, dass ein -Leser des Archivs" imstande ist, mir genaueres über die späteren Schicksale dieses Mannes mitzuteilen. Gar manche unserer Leser werden den Kopf geschüttelt haben, als sie obige Anfrage in Nr. 2 u. 3, des „Archivs" lasen und sich gedacht haben, dass sich der Fragesteller wohl vergebliche Hoffnung mache über den seit 200 Jahren verschollenen Hirschl aus Krakau genaueres zu erfahren. Die Zweifler aber haben Unrecht behalten, denn wenige Tage nach Erscheinen des „Archivs" erhielten wir von Dr. A. Fr ei mann, dem gelehrten Frankfurter Bibliothekar die Mitteilung, dass sich eine gedruckte Leichenpredigt in der Frankfurter Stadtbibliothek befinde, aus der ersichtlich ist, dass Hirschl ben Mordechai mit dem Frankfurter evangelischen Pfarer Gottfried Thomas Zeitmann identisch sei. Hiemit war ein Anhaltspunkt für weitere Nachforschungen gegeben, die auch von Erfolg begleitet waren. Herr Karl Kiefer, der Herausgeber der „Frankfurter Blätter für Familiengeschichte", stellte G. Th. Zeitmanns Descendententafel zusammen, aus der zu entnehmen ist, dass die Familie Zeitmann zu den Patriciern der alten Reichsstadt gehörte und noch heute im Mannstamm blühe.