Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 1 (1912-1913)
- Issue
- 4, 5 und 6 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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25 findet; ferner unter dem Jahre 1364 ein Aron von Krems. Die Identität dieser Beiden mit dem Bräutigam, beziehungsweise mit dem Brautvater der Kethubah ist nicht ausgeschlossen. — Die äußere Beschreibung der Fragmente wird mein in den Sitzungsberichten der Wiener Akademie erscheinender Katalog der seit 1851 erworbenen hebräischen Handschriften der Hofbibliothek enthalten. Dr. Arthur Zacharias Schwarz. immi mmmxp prra pa ...............Ü3N............................m -lir Zur Evidenzhaltung der Convertifeii. Die heutigen Marannen in Portugal. Von Professor Dr. N. Slouschz. Was ist aus den Marannen in Spanien und Portugal geworden? Das ist eine der Fragen, die mich bei meiner letzten Reise durch die pyrenäische Halbinsel beschäftigte. Ich konnte nicht gut glauben, dass die zahlreichen Zwangschristen selbst in einem so grossen Lande wie Spanien, wo die Marannen in vielen Städten ein Drittel der Einwohner ausmachen, einfach untergegangen seien. Ich nahm vielmehr immer an, dass es wie das Oel auf dem Wasser stets auf der Oberfläche bleiben müsste. Wir dürfen nicht vergessen, dass in Portugal die Marannen ein Sechstel der Gesamtbevölkerung des Landes betrugen, dass es noch im achtzehnten Jahrhundert jüdische Märtyrer der Inquisition gegeben hat •und dass viele Marannen nach Holland und der Türkei zogen, und dort wieder öffentlich zum Judentume zurücktraten. So konnte ich es niemals glauben, dass die Marannen vollständig in der Bevölkerung Portugals aufgegangen seien, und als ich nach Lissabon kam, konnte ich mich überzeugen, dass meine Kenntnis der Geschichte der Juden und ihrer Psychologie mich nicht im Stiche gelassen habe. Es war an einem Abend. Wir sassen am Tische des Gelehrten P. S. Ich befand mich in Gesellschaft des Hausherrn, eines jungen Diplomaten, ferner eines älteren einflussreichen Politikers, der, ein hervorragend gebildeter Mann, zu den Mitbegründern und Beschützern der jungen ^portugiesischen Republik gehört. Es kam die Sprache auf einen bekannten Gelehrten und Künstler namens Cardosa. Plötzlich höre ich, wie der Hausherr ganz unschuldig die Bemerkung macht: „Er ist auch Jude!" „Jude?" frage ich, „und woher stammt er?" „Woher sollte er den stammen. Er gehört einer alten portugiesischen Adelsfamilie an." „Und worin besteht sein Judentum?" frug ich nun. „O, mein Herr, er ist eigentlich Christ, genau wie ich, aber er gehört einer neuchristlichen Familie an." Es war mir nun klar, dass unter den sogenannten Neuchristen die