Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 1 (1912-1913)
- Issue
- 1 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 7 - sogar der Hauptinquisitor des obersten Inquisitionsgerichts Gil Vaz Bugalho des Judaismus „in Forma" (Sabbathalten, Schweinefleisch meiden usw.) überführt worden. . . Der Vater Don Diegos war Francisco de Sampaio, ebenfalls Edelmann des königlichen Hauses. Er gehörte dem Geschlecht der „deMello" an, wie ich aus einem Fideikommißakt ersah und bis 1385 (nach Caesar 1423 der christlichen Zeitrechnung, die erst sehr spät in den Akten auftritt) zurückverfolgen konnte Don Diegos Mutter war Da Antonia da Silva. Ihre Genealogie findet sich in einem langen Staatsschuldenakt der Ximenes, die für fünf Jahre das Monopol des Gewürzhandels besaßen, ähnlich also wie die Fugger (vgl. die Archivalien, die van den Bussehe, Brügge 1874, veröffentlicht hat). Diese Antonia da Silva erweist sich als „dama da Reinha" der D. Catherina, Witwe des D. Joaö III., und Miterzieherin des D. Sebastiaö. Mit diesem D. Sebastiaö ist 1578 der Vater D. Diegos nach Afrika gezogen und dort in der Schlacht geblieben. D. Diego war somit sehr früh vaterlos. Sein ältester Bruder Manoel erhält, nach einem Akt von 1613, die Fideikovnmißgüter, 1643 wird er in einem Madrider Adelsakt genannt. Ein direkter Abkömmling des D. Diego, Jonkher Dr. E. Teixeira de Mattos in Amersfoort erhielt noch von den Königen von Portugal und Spanien den erblichen Rang eines Kammerherrn vom Dienst bestätigt. . . Den Brief aus Lissabon 1643 hat D. Diego nie geschrieben. Zunächst spricht alles dafür, daß er 1618 — 1644 in Antwerpen gewohnt hat. Und dann wäre bei den unsicheren Postverhältnissen ein solcher Brief gar zu gefährlich, sicherlich eine willkommene Beute der Inquisition geworden." 2. Wappenbrief der Sanpayo. (Nach einer Photographie im Wiener Jüdischen Museum.) Jirou Rey de Armas de el Rey don Phelippe nuestro Senor Quarto deste Nombre etc. Certifico y hago entera fee y credito a todos quantos esta Carta vieren como en los Libros de Armeria y copias de linages que estan en mi poder que blasonan de los Linages y Armas no bles de Espana y pareze y esta escrito en ellos el Linage y Armas de Sanpayo su thenor del qual es como se sigue. . . Los de este Apellido y Linage de Sanpayo son naturales del Reyno de portugal tienen su auitazion y naturaleza en el lugar de olo y son buenos Hijosdalgo y antiguos en el dicho lugar de donde an salido