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Sabbath-Blatt · 1844-03-09 · 10 (9.3.1844) · p. Seite 39

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1844
Issue
10 (9.3.1844)
Date
1844-03-09
Page
Seite 39 (sequence 3)
Language
German
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39 Verwcile bei dem Gedanken, daß Gott der צור, der Fels ist, wie es heißt: ״ הצור חמים פעלוder Fels vollkommen ist sein Thun." Gott wird Fels genannt, weil man aus ihn fest bauen kann, oder auch weil er die Grund-Ursache aller Dinge, und, wie dem Felsen die Quelle entspringt, also dre Ur-Ouelle des Lebens ist, wie es von den Israeliten in Bezug auf' Abraham heißt, daß er der Fels, die Quelle ihres Glaubens sei (חצבתם; ואל מקבת בור נקרתם הביטו אל צור Jes. 51. 2.). Da nun Gott also die Grund-Ursache der Erscheinungen ist, so wird seine Herrlichkeit auch in ihnen leuchten, und er wird durch sein Wirken zu kennen sein. Und darum heißt es nun weiter: ״Wenn meine Ehre vorübergehet, so ׳werde ich dich stellen an die Oeffnung des Felsens," daß du, wie die Quelle bis zu ihrem Ausflusse, so die Erscheinungen der Schöpfung, bis zu ihrem Ausgangs- Orte und ersten Anfänge verfolgen mögest, und dabei wirst du, nächblickend, mich erschauen, aber mein Angesicht kann nicht von. Lebenden erschauet werden. Es wird dir zwar noch nicht, wie im Reiche der Seligkeit, die Fülle meines Lichtes aufgehen, aber du wirst doch tiefer, als je ein Mensch, in das Geheimniß meines Wirkens eindringen. Denn ״ich werde an dir, in meinem Wirken, vorübergehn, alle meine Herrlichkeiten an dir vorüberführen, und vor dir ausrufen, den Namen des Ewigen." Der Name eines Gegenstandes bezeichnet sein Wesen. Also: ich werde dich Alles, was geschieht, nach seinem wahr- Haft göttlichen Inhalt begreifen lehren. ״Ich werde (für dich) gnädig sein, dem ich gnädig bin." Es wird dir aufgehn, der heilige Gedanke jener einigen Liebe, von der mein Wirken ausgehet. Du wirst begreifen, du wirst in deinem Herzen selig nachfühlen, wie ich gnädig bin, dem ich gnädig bin, und wie ich mich erbarme, dessen ich mich erbarme. Und was Moses empfunden, hat er uns angedeutet, wie es in Menschenworten angedeutet werden kann. So lastet uns auch ״stehen bleiben an dem Felsen" der Grundursache und Quelle der Erscheinungen, auf daß auch uns eine Ahnung wahrhaft göttlicher Liebe im Herzen aufgehe, ein Strahl des göttlichen Lichtes in unsere Seele falle, ein Laut von dem größten Geheimniste des göttlichen Wirkens zu unserm Geistes-Ohre dringe, auf daß auch wir selig erkennen mögen, wie Gott gnädig ist, dem er gnädig ist, und wie er sich erbarmet, deren er sich erbarmet. Amen. Der Schwanengesarrg Moses'.") Empfangen Sie hier die harte, eifrige, bis zum Tode gequälte Seele Moses' noch in seinem letzten Flammenbade. Was seine Thaten, Anstalten, Beschreibungen und andere Lieder für Stimmen der Poesie hervorgebracht haben, wollen wir im Verfolg sehen; aber in diesem Gedichte erscheint Ihnen ganz der flammende Berg, die Feuer- und Wolkensäule, die vor Israel zog, und in ihr der Engel des Angesichls Jehova. Vernehmt ihr Himmel meine Rede; die Erde höre meines Mundes Wort. Wie Regen fließe meine Lehre sanft, es träufle mein Wort wie Thau, wie Regen auf das junge Grün, wie Thau auf Pflanzen träuft: denn Gottes Namen will ich laut verkünden, Gebt ihm den Ruhm, Jehova unserm Gott. Ein Fels ist er: untadelich sein Werk und alle seine Führungen gerecht: Gott ist die Wahrheit, sonder Trug, redlich und treu ist er. Nur sie, nicht seine Kinder mehr, ihr Schandfleck hat sie von ihm abgeführt die untreu-böse Art. Giebst du Jehova das zum Dank, du unerkenntlich-thöricht Volk? Ist er dein Vater, dein Besitzer nicht? der dich bereitet, der dich ihm erkauft hat? Denk' an die alten Tage! Hör' an, die Jahre von Geschlechte zu Geschlecht, frag deinen Vater drum, er wird dir's sagen, und deine Greise, daß sie dir's erzählen. Da der Erhabene den Völkern Länder gab, da er die Menschenkinder schied, umschrankte er der Völker Grenze, * daß wohnen konnte die Zahl Israels. Denn Gottes Erbtheil ist sein Volk, Jakob der Umfang seines Eigenthums. Er fand ihn in der Wüstenei, in Einöden, wo Thiergeheul erschallt; und nahm ihn unterweisend in den Arm, wie seines Auges Apfel hütete er ihn. Gleichwie der Adler rings umdeckt sein Nest und über seinen Jungen schwebt. Aus spreitet er die Flügel, nimmt sie drauf, und trägt sie hoch auf seinen Fittigen; so führte ihn Jehova, Er allein, kein fremder Götze war mit ihm. Ec führet' ihn hin auf der Berge Höhe, S—z. ') Von Herder (vom Geist der hebräischen Poesie).

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