Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 30 (29.7.1843)
- Date
- 1843-07-29
- Page
- Seite 118 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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118 flüchtig und bald verloren sind." Denn was ist menschliche Macht, wenn sie sich nicht auf Gerechtigkeit stützet und ihren Einfluß und ihre Wirksamkeit in dem Gedanken Gottes übet? Was wäre Weisheit, als ein Mißbrauch unserer edelsten Kräfte, wenn sie nicht, durch die leuchtende Bahn des Wissens und der Wissenschaft, zur leichtern Erkenntniß Gottes und seiner Herrlichkeit führet! Und der Reichthum wird erst zum wahren Reichthume, wenn er mit göttlichen Mitteln, bleibende Werke des Edelmuths und der Liebe, bleibende, unsterbliche Güter des Herzens schaffet. Es darf kaum gesagt werden, wie wohlgetroffen in jenem Gemälde die Verirrungen auch unserer Zeit sich wiedererkennen lassen. Wir denken oft auch zu allererst an die Güter des äußern Lebens, dann erst an das wahre Seelenheil unserer Kinder, aber was die Sache Gottes, das Interesse Israels von uns fordert, das vergessen wir oft gänzlich. Es gehet auch bei uns in Erfüllung, was der Midrasch dort sagt: לב חכם לימינו ולב כסיל לשמאלו das Herz der Weisen und Gottesfürchtigen wendet sich zur Rechten, aber des Verirrten zur Linken. Denn was ist zur Rechten? — Gottes Gesetz und seine Tora, wie es heißt, מימינו אש דת למר, aber zur Linken, da sind äußere Güter und Reichthümer: ״ וכשמאלד, -;ושד וכבוד zu ihrer Linken Reichthum und Ehre." Und was die Kinder betrifft, wie viele Selbsttäuschungen stellen sich hier ein, wie vielen Jrrthümern und falschen Berechnungen giebt man sich hier hin! Jene verschanzten sich und ihre Kinder, angeblich gegen die äußern Feinde מפני יושבי הארץ; aber zuletzt dienen diese Befestigungen nur, um sie von denen abzusondern und gegen die zu sichern, die selbst mit zu ihnen gehören. Das mußte dort die Folge eines wohl klüglich ersonnenen, aber doch gefährlichen Planes sein, und ist es jetzt anders? Auch jetzt ziehet man, in einer noch offenkundigem Gesinnug, die Kinder zurück, man verschanzt sie ordentlich gegen jeden israelitischen Einfluß aus falscher Schaam, aus falschen Rücksichten מבני יושבי הארץ, aus Rücksichten, die des Israeliten unwürdig sind, der seine Kinder lehren sollte, sich nicht ihres Volkes, der israelitischen Herkunft nicht zu schämen, das beste Mittel in den Augen der יושבי הארץ, in den Augen selbst ihrer Feinde Achtung zu gewinnen. Darum, die ihr reich seid, wie Rüben und Gad, hoffnungsvolle Kinder habet wie sie, möchtet auch ihr, von dem Gotteswort, das Moses zu euch spricht, erwecket, zu dem begeisterten Gefühl eurer Pflicht zurückkehren, daß ihr auch sprechen möget, wie jene so schön gesprochen: אנחנו נחלץ חשים לפגי בגי ישראל עד אשר אם הביאגם אל מקומם, " wir wollen gerüstet vorangehen den Kindern Israels, bis daß wir sie ihrem Ziele entgegengeführt." Freut euch eures Einflusses, eurer Reichthümer, eurer Klugheit, aber vergesset nicht, daß diese Güter nur Sicherheit und wahren Werth erlangen, wenn ihr sie als Gottes Gabe betrachtet und benutzet, als Gottes Gabe, die euch zu edlem Zwecken, zu hochherziger Wirksamkeit verliehen worden. Gehet eurem Volke voran, um muthig und edel jedes Misgeschick und jedes Nebel zu bekämpfen, das sie quälet. Ziehet euch von ihnen nicht zurück, um eures Reichthums, um eurer Bildung Willen. Bekämpfet mit euerm Gelbe, die Noth und Armuth, die Unbildung, den Mangel an Unterricht, die Folge der Armuth und des geistigen Druckes sind. Stellet euch mit eurer Einsicht an die Spitze der Gemeinden, verwaltet mit Weisheit, mit wahrem israelitischen Interesse, mit Liebe und Gerechtigkeit die Angelegenheiten derer, die euch vertrauen. Gehet mit eurer Einsicht, mit eurem Reichthume und sonstigen Mitteln gerüstet voran, zu bekämpfen jeden Wahn, jede Unbill, jede falsche Meinung und Ungerechtigkeit, die gegen das Volk wach ist und sich geistig und äußerlich geltend machet. Wie anders würde es um uns in jeder Hinsicht stehen, wenn die bedeutenden Männer aus unserer Mitte ihre Stellung verstanden, begriffen hätten, wenn sie sich nicht mit ihrem Reichthume, mit ihrer Größe abschlössen, sich nicht damit begnügten, hier und da der Armuth ein Almosen zu reichen und Dinge der Art zu thun, die gut sind, aber nicht Alles sind, was ihr thun könnt, die ihr den Großen der Erde nahe stehet und durch ein freies und edles Wort die Jrrthümer verscheuchen könntet, die über Israel noch nicht aus den Herzen werchen wollen. Gehet, ihr Männer Israels! den Eurigen voran, in warmer Treue für eure Religion und ihre Gesetze. Glaubet nicht, weil ihr gebildet, weil ihr reich seid, daß es darum eurer unwürdig sei, fromm zu sein. Was kann selbst den Fürsten mehr zieren, als wenn er seinem Volke vorangehet, durch Frömmigkeit und durch gewissenhafte Treue für die Vorschriften des Glaubens? So würdet auch ihr eine wahre fürstliche Gesinnung zeigen, wenn ihr dergleichen thun wolltet, wenn ihr Israel geistig voranginget, gerüstet gegen die Gottvergessenheit und falsche Aufklärung. Ja wir wollten euch dann als unsere Fürsten verehren, und ihr würdet glücklicher sein, als in der stolzen Einsamkeit eures Reichthums. Wenn man euch fragt: was habt ihr gethan für euer Volk, wie habet ihr Nutzen gezogen aus euern Gütern, aus eurer Macht, aus euerm seltnen, nie vielleicht wiederkehrens r l z i 6 S I *י c, N L ti C de w dc> S fü P. Fc Eh Tr heb we Ro יי er 5-e: besi die Au ver De abe neu ses letzt rich wir