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Sabbath-Blatt · 1842-12-10 · 24 (10.12.1842) · p. Seite 97

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
24 (10.12.1842)
Date
1842-12-10
Page
Seite 97 (sequence 3)
Language
German
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97 mannigfachen Leiden aus dieser Quelle Labung und Erquickung schöpfte. Die Worte Gottes waren dem frommen Patriarchen sanfte, trostbringende Töne aus dem Heimathslandc; diese hallten wieder in seiner Brust und erfüllten ihn mit der Sehnsucht nach hinrmlischer Seligkeit, mit der Ahnung des ewigen Lebens. Amen. (8-5-4.) .asr^g>g—■ Einige Bemerkungen über den Muth und die mititairilche Verkalkung der alten 2traeliten, im Vergleiche mit denen unteres Preutsitchen Vaterlandes. (Schluß.) Und dieser Geist der Freiwilligkeit und des Muthes wird durch ein besonderes mosaisches Gesetz ebenso bezeugt, als es geeignet war, ihn zu nähren. Durch ein Gesetz nämlich, welches einem Jeden, wie er nach dem Gebot und nach den sittlichen Ansichten des Volkes verpflichtet war, am Kriegsdienste Lhcil zu nehmen, doch in Wirklichkeit die volle Freiheit ließ, vor dem Beginne der Schlacht aus der Reihe der Kämpfenden zu scheiden. Dies erstaunliche Gesetz lautet (5. Mos. 20, 1. ff.) also: »Wenn du ausziehest zum Kampfe und Rosse und Wagen flehest, ein zahlreicheres Volk, denn du bist, so furchte dich vor ihnen nicht, denn der Ewige, dem Gott, ist mir dir, der dich heraufgeführet hat aus dem Lande Ägypten. Und wenn ihr nun zum Kampfe gehet, so soll der Priester hinzutrcken und zu dem Volke reden: Höre Israel! Ihr treffet heute im Kampfe auf eure Feinde, so seyd festen Herzens, furchtet euch nicht und nicht sey euch bange vor ihnen, denn der Ewige, euer Gott ist es, der mit euch ziehst, um für euch zu kämpfen mit euren Feinden und euch zu helfen. Sodann sollen die Kriegsbeamten zum Volke also sprechen: Jedermann, der ein neues Haus gebauet, und es nicht eingeweihet har, kehre zurück nach seinem Hause, daß er nicht sterbe im Kampfe und ein Anderer es einweihe; Jedermann, der einen Weinberg gepflanzet, und noch nicht seinen ersten Ertrag genoß, kehre Zurück nach zu seinem Haufe, daß er nicht sterbe im Kampfe und es einem Andern anheimfalle. Je« dermann, der ein Weib sich angelobec und sie nicht heimgeführet, kehre zurück zu seinem Hause, daß er nicht sterbe im Kampfe und ein Anderer sie heimführe. Und׳ es sollen die Kriegsbeamten fortfahren und zum Volke sprechen: Jedermann, der sich fürchtet und zaghaften Herzens ist, kehre zurück zu seinem Hause, daß er nicht weich mache das Herz seiner Brüder gleich dem seinigen." Dieses Gesetz, dessen wirkliche Anwendung wir noch in den Zeiten der Makkabäer finden, erhob den Kriegsdienst über den Kreis erzwungener Pflichten; es machte die Vertheidigung des Vaterlandes zu dem, als welches wir sie auch noch jetzt betrachten, zu einer Ehren-Sache, zu einem Ehren-Rechte, dem Niemand sich ohne Noth entzog. Man kann also nur darüber lächeln, wenn es manchen Leuten eingefallen ist, den Hebräern Muth abzusprechen. Es versuche es einmal ein Feldherr, unter einem Volke, das dieser Tugend entbehrt, (wenn es dergleichen geben kann), unmittelbar vor einer Schlacht, seinen Leuten zu gestatten, unter verschiedenen Vorwänden nach Hause zu gehen, und, in der That, er kann in so weit des Sieges gewiß seyn, als er — Las Schlachtfeld allein behaupten wird. Diejenigen, welche gar keinen Grund haben, sich der Todesgefahr zu entziehen, als ihre Feigheit, würden wohl zuerst davon laufen, und es ihrem Anführer überlassen, in seiner Einsamkeit darüber nachzudenken, ob sie etwa» ein Haus erbauet oder einen Weinberg gepflanzt oder eine junge Gattiun heimgeführt hatten, oder was sie sonst veranlaßte, sich in einer Tugend jenes alten Helden Achilles zu versuchen, nämlich Lu seiner berühmten Schnellfüßigkeit. Aber die Hebräer, welche sich, ungeachtet jenes Gesetzes,, stets zu Tausenden rodesmuthig in die Schlacht warfen, sie haben es wohl in den Zeiten der Richter, der Makkabäer, gegen die Römer, die der Tapferkeit des besiegten Volkes Gerechtigkeit widerfahren ließen, glänzend bewährt, baß sie das Vertrauen verdienten, das in den Bestimmungen jenes Gesetzes lag. Auch konnten sie wahrlich des Muthes nicht entbehren, wenn Palästina ihre Heimath werden sollte, ein Land, das, als der Grenzpunkt und Verbindung dreier Welttheile, fortwährenden Durchzügen aller Heere der Welt forwährenden Kriegen ausgesetzt war, die sich auf jener sogenannten M eeresstraße ihm vorüberwälzrerr, die von Asien her, durch Lies Land, zum Einschiffungsplatze nach Africa und Europa führte. Es bedarf aber nur einer״ rechten Einsicht in das Wesen des Muthes, um zur Überzeugung zu führen, daß es lächerlich wäre, irgend einem Volke der Welt im Allgemeinen diese Eigenschaft abzusprechen, und etwa die verschiedenen Völker in feige und muthige einzutheilen. Jedes Volk, ja jeder einzelne Mensch wird Muth zeigen, wenn die Verhältnisse von der Art sind, ihn anzuregen, und selbst bei Frauen ist dies der Fall. Man kann den Mnth nicht würdiger bezeichnen, als die heiligen Schriften der Hebräer; sie sprechen von ihm als einem *D חח, göttlichen Geiste. Und in

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