Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 16 (15.10.1842)
- Date
- 1842-10-15
- Page
- Seite 65 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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G5 Opfer bringen sollte, dennoch vertraute Abraham auf die Weisheit des Schöpfers, der kein Opfer verlangt ohne eine weise und gütige Absicht. — Gottes Gedanken sind nicht unsere Gedanken und Gottes Wege sind nicht unsere Wege. Der Allgütige, der über den Sternen thronet, weiß besser, was zu unserem Glücke dienet, als wir, deren Blick nur die Gegenwart umfasset. Daher müssen wir Gottes Güte und Weisheit vertrauungsvoll anerkennen und preisen, ebenso in den Zeiten der Trübsale als in den Stunden, da das Glück uns lächelt. Trifft uns auch 1merwartet ein bitteres Leid, wird auch plötzlich ein Opfer von uns verlangt, ohne daß wir den Nathschluß Gottes begreifen'können, so darf dennoch kein Zweifel in uns auffteigen, daß Gott das Steuer unseres Geschickes lenke, den Faden unseres Lebens in seiner treuen Rechte halte. Freilich wird des Menschen Herz so plötzlich oft verwundet und das Unglück bricht herein wie ein Schlag aus heiterem Himmel, — wir glattben dann, es sei zu viel uns aufgeladen, es dürfe ein allgütiger Vater nicht so hart die Kinder strafen, aber bald wird Las Gottvertrauen in uns erwachen, und wir werden dennoch, wenn auch mir beschwertem Gemüthe, die Weisheit Gottes anerkennen, wenn auch mit Thränen in dem Auge, dennoch zu Gott emporblicken und sprechen: Herr, ich verstehe Deinen Rath- Muß nicht, aber ich weiß, daß Du gnädig bist und barmherzig, darum vertraue ich auf Deine Weisheit; ich fühle, daß ich in Deine Hand gegeben, so leite mich nach Deinem Willen, und welche Wege ich auch durchschreiten soll, Du wirst mich nicht verlassen und nicht versäumen, Du wirst Deine Hand nicht abziehen von Deinem Kinde, Du wirst mich nicht mttergehen lassen in meinem Schmerze, Du bleibest bei mir, wenn Alles von mir geht; Dir vertraue ich, so lang' das Herz im Busen schlägt, Dein bin ich im Leben und im Tode! Amen, (8-5-6.) ׳— ^£5 *"״־־ ׳״' A br a h a in. (Legendes aus B<־r©8e1.. Eabbn C. 38, nachgebildet von Kr a fft.) s. Der Heide Tharah pflegte für die Heiden Bus Holz und Steinen Götzen zu bereiten. Einst zog er fort und trug dem Sohne auf Von jenen Götzenbildern den Verkauf. Da nun ein Mann, ein Bild zu kaufen, kam: »Wie alt bist du?" fo fragt' ihn Abraham. »Tief in den fünfzig, sechzig Jahre bald!" Und jener drauf: »Wie? sechzig Jahre alt? Und willst zum Ding, das Einen Lag alt, beten?" — Da ging hinweg der Käufer mit Erröthen. II. Einst trat ein Weib herein, das erneu Krug Voll Weizenmehls in ihren Händen trug. »Auf! opfre ihnen, spricht sie, diese Spende!" Er geht und greift nach einem Stock behende, Zerschlägt mit ihm der Götzen eitlen Land, Und giebt ihn dann dem größten in die Hand. Als nun sein Vater kam zu Hause an, Rief er: »Wer hat den Göttern das gethan?" »Verzeih! es kam ein Weib, das einen Krug Voll Weizenmehls in ihren Händen trug, Und bat mich; Opfre ihnen diese Spende! Ich nahm sie, sie zu opfern, in die Hände; Da ruft der Eine: mir am ersten her! Nein! mir am allerersten! sagte Der Da greift der größte hier nach einem Stecken, Ilm, wie du siehst, sie alle Hinzustrecken." — » Wie, spricht der Vater, und du spottest meiner? Es hat ja Sinn und Geist von diesen keiner!" — »Ach,״ spricht der Sohn, Laß doch dein Ohr vernommen, Was über deine Lippen jetzt gekommen!" III. Da führt der Vater Tharah seinen Sohn Gefangen hin zu König Nimrods Thron/ Und als der Knabe vor dem König steht: Zum Feuer richte jetzo Lein Gebet! Spricht drohend zu dem Knaben der Tyrann. »Zum Wasser lieber, das es löschen kann!" — So magst du dein Gebet dem Wasser sagen! »Den Wolken lieber, die das Wasser tragen." — So sei den Wolken dein Gebet geweiht! »Dem Winde lieber, welcher sie zerstreut." — So sende denn zum Winde dein Gebet! »Zum Menschen lieber, der ihm widersteht." — Willst Lu mich höhnen nur mit leeren Reden? Ich werde doch nur zu dem Feuer beten. Und strafen soll dich nun des Feuers Pein! Dann soll dein Gott dich retten und befrein! — LesefrLchte. Lhristiania, 13. Sept. Die Judonsa che ist mm fürs erste entschieden. Der Vorschlag des Constitutions- (cwtfe, daß der letzte Passus im Grundgesetze §. L, wet-