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Sabbath-Blatt · 1842-09-05 · 10 (5.9.1842) · p. Seite 39

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
10 (5.9.1842)
Date
1842-09-05
Page
Seite 39 (sequence 3)
Language
German
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39 V zunehmcn den Spruch des strengen Richters — so vermag die Heiligkeit des Tages noch abzuwenden das bittere Verhängniß, wenn ihr den Tag benutzet, in Demuth und Reue vor Gott zu erscheinen, und durch Gebet und Werke der Liebe die Gnade Gottes zu verdienen. So weinet nicht und trauert nicht! Gott ist gnädig und barmherzig, langmüthig und von großer Güte, er verzeihet die Sünde und tilget die Missethat wie einen Nebel. Gott schauet auf die Demüthigen, auf die, welche gebrochenen Herzens sind. Bringet dem Ewigen das Opfer eines demüthigen Herzens, eines zerknirschten Gemüthes,^) alsdann gedenket der Herr des Bundes, den er geschlossen mit unfern Vätern, und ist uns gnädig um dessentwillen, der seinen einzigen Sohn dem Ewigen nicht verweigern wollte. 3) Am Throne Gottes erwirket die Tugend der Väter Erbarmen, die Engel des Herrn erbitten weinend Gnade für Israel. Der Tag ist heilig! denn bei der Stimme der Posaune verläßt unser König und Vater den Thron des strengen Gerichts und blicket mit Milde und Erbarmen vom Throne der Gnade. 4) Amen- Werden die Israeliten und wurden lie bishev durch ihre Religion von dem Betriebe landwirthschaktlicher und Handwerkerarbeiten abgehalten, und liegt hierin ein wirkliches Hinderniis ihrer bürgerlichen Gleichstellung? (Fortsetzung und Schluß.) Das Edikt von 1812 muß also, der Natur der Sache nach, eine große Veränderung in den Beschäftigungen der Israeliten hervorbringen, ohne ein unverhältnißmäßiges Andringen zu den höhern Wirksamkeiten befürchten zu lassen (wie sich dies Alles in den Staaten einer vollkommenen Emancipation auch wirklich bestätiget). Denn ״die große Anzahl derjenigen 2) זבחי אלהיט רוח נשברה <Ps. 51, 19. Sanhed. 43.) 3) 1. Mos. 22. בשעה שישראל נוטלין את שופריחן<4 וחוקעין לפני יהל)ב״ח עמד מבסי הרץ cMidr.R0 וישב בכסי רחמים. Juden"), welche den Kleinhandel betreiben (eine der sauersten nnd undankbarsten Beschäftigungen) und die, wie der Verf. mit Recht bemerkt, ,,gleich den großen Bolksmassen überhaupt, wenig Anlagen und Mittel zur höhern Ausbildung besitzen" diese müßten sich allmählig unter die Gewerke vertheilen, sie könnten ferner, auch nach den Ansichten des Verf., sehr wohl bei denjenigen Israeliten Arbeit finden, die jene »gewerblichen Unternehmungen von bedeutendem Umfange" etwa jetzt noch mit christlichen Arbeitern betreiben. Es würden ferner, wenn durch Gestattung des Avancements, die mklitairische Carriere den Israeliten eigentlich geöffnet wäre, ohne jeden Zweifel sehr viele Israeliten sich diesem Berufe hingeben, natürlich würden nur diejenigen wirklich avanciren, die der Staat hiezu für würdig, hielte. Za, es müßten, weil der Kleinhandel die große Masse der Israeliten nicht nahreu kann, diese sich allmählig in alle möglichen Beschäftigungsarten hin verlieren. Und wenn hier nach 30 Jahren die israelitische Bevölkerung manchen der niedren Volksbeschäftigungen fremder als die christliche geblieben ist, so ist der Grund nicht in der Religion, sondern in andern, zum Theil sehr nahe liegenden, Thatsachen zu suchen. Eines, was hieher gehört, deutet der Verfasser selbst an, wenn er sagt, die Gewerbe des Kleinhandels und dergl. seyerr den untern Klassen der jüdischen Bevölkernng seit Jahrhunderten, weil sie Nichts anders als Handel betreiben durften, zur lebenslänglichen Gewohnheit worden, und als Erbtheil der Väter auf Kinder und Enkel ubergegangen. Der Verf. hätte auf diese richtige Perncrkung mehr Gewicht legen sollen. Nicht nur durch Jahrhunderte, nein, durch mehr als anderthalb Jahrtausende wurden die Israeliten, ein ursprünglich ackerbautreibendes Volk, zum Hand e l, als der fast einzig ihnen erlaubten Beschäftigung, gezwungen. Sie haben sich in diese hineingeübt, hineingelebt, weil sie mußten. Können hier dreißig Jahre Alles auf einmal ändern? Zunächst wird man hier solche Veränderungen in den höhern und reichern Klaffen erwarten, welche die Mittel haben, ihren Kindern eine beliebige Erziehung zu geben. Diese werden sich natürlich auch den höhern Beschäftigungen zuwenden. Sie sieht man als Musiker, als Maler, mitunter ausgezeichnet; ferner als (jüdische) Theologen, mitunter ausgezeichnet; ferner als (jüdische) Theologen,

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