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Sabbath-Blatt · 1842-08-06 · 6 (6.8.1842) · p. Seite 22

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
6 (6.8.1842)
Date
1842-08-06
Page
Seite 22 (sequence 2)
Language
German
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22 Vagen bildet und einher kommt auL Lek Flügeln des Windes; -etten Boten die Stürme, detten Diener klammende Blitze tindl — Er gründete die Erde an ihrer Stätte, und tie wanket nicht kür immerdar. Mit Fluthen hattett Du tie gedeckt, als einem Meide; auk den Bergen ttanden Walker; vor Deinem Herrscherworte klohen tie, vor Deinem Donner bebten tie zurück. Da ttiegen Berge auk, senkten tich Tieken, an dem Orte, den Du ihnen bereitet hakt. Er tendet Ouellen den Bächen zu, zwilchen den Bergen klietsen tie hin. Sie tränken alle Thiere des Feldes und lötchen des Gewildes Durtt. Der Vogel des Himmels tchwebet zu ihnen nieder und tinget kröhlich zwitchen den Zweigen. Er tränket die Berge von keinen Höhen und von teinen Früchten tättiget tich die Erde. Es labet Wein des Mentchen Her) und Brot erquickt das Her; des Mentchen. Es tättigen tich die Bäume Gottes, die Ledern Libanons, die er gepklanst. Es tchuk den Mond kür die Scheidung der Zeiten, die Sonne, die da kennet ihren Niedergang." ״Er schuf den Mond, für die Scheidung der Zeiten. Preise, meine Seele, den Ewigen!" Auch bei jedem neuen Erscheinen des Mon-- des soll ein Dankgebet ברבת הלבנה den Israeliten, an der Leiter der sichtbaren Schöpfung, zu dem ewigen, unsichtbaren Gotte emporführen. Tritt Hinaus, glücklicher Erdensohn! der du, bei deinem Glück und deinen Ehren, und bei all dem Gewühl, das am Lage dich umschwärmt, dir schmeichelt und dich eitel macht, dir selber vielleicht vollkommner und größer erscheinst, als du vor Gottes Augen und nach dem Maßstabe der Tugend feyn magst, der du vielleicht lange vergessen hast, dich in dich selbst zu Versenken und dich mit Geistes - Augen, nach deinem wahren Werthe, zu messen und zu erforschen — tritt hinaus in die weite, leuchtende Nacht! Wie kleinlich erscheint dir jenes Treiben, das dich am Tage um--- rauschet, gegen das bedeutungsvolle Schweigen, das hier, mit allen seinen Rathseln, um dich waltet. Blick empor zu jenem Monde, wie er an den Welten vorüberwandelt! Wie klein stehest du vor Gott da, der ihn und jene Welten erschuf, wie klein, wenn du über die Erde den Himmel, über den vergänglichen Er-- denschimmer, dich selbst und deinen Schöpfer veraeffen kannst. Und ferner du, der du stillen, zerreißenden Schmerz in deiner Brust nährest, das Geräusch fliehest und die Einsamkeit suchest! Der Tag ist dir zu blendend und laut, die düstre Nacht läßt dich zu einsam mit deinem Schmerz. Tritt hinaus in die Mondhelle! Zhr sanftes Licht, ihre geheimnißvolle Verklärung flößet Trost in deine Brust und lindert Leine Verzweiflung. Vor dir ruhen Erd und Himmel, in schweigender Majestät, und sanfte Schauer durchbeben dein Herz. Zn deiner Seele tauchen ahnungsvolle, große Erinnerungen auf. Zwar hebst du noch einmal den Blick verzweiflungsvoll empor und sprichst: »von wo wirmir die Hülfe kommen?" aber du antwortest dir mitdemPsalmisten, deinen Schmerz beschwichtigend: ״Hülfe kommt mir von dem Ewigen, der Liese Erde und diesen Himmel schuf." 2) Za, feiere, Zsraclit! den Tag des Neumondes in Dankgebeten. Zahre und Zeiten und Gestirne gehen ihren regelmäßigen Gang, ששים ושמחים לעשות רצון קונם »sie erfüllen freudig das Gesetz des Schöpfers." So frage dich, ob auch du sein Gesetz freudig erfüllest! Und dann, in mondheller Nacht, tritt hinaus unter den Schaaren der Betenden! Blick empor zu dem sanften, friedlichen Licht, das dir entgegenleuchtet, und sprich voll Andacht: .בחל יוצרל בי״ול עושל. »gepriesen setz, der dich bildete, gepriesen, der dich schuf und in jenen Höhen dich schweben läßt!" Danke ihm, der unter allen Völkern dein Volk zuerst gelehrt hat, den Schöpfer im Spiegel der Welten zu sehen. Vereinige irr Liebe dein Gebet mit Lenen, die dir nahe stehen, und sprich zu ihnen: ״ Friede, Friede Gottes sey mit euch!" und empfange den Friedensgruß von ihnen zurück. Dann wird Seeligkcit in deinem Herzen seyn, sanft und liebend trittst du m den Kreis der Deinen, und heiligerer Trost und höhere Zuversicht leuchtet in deinem Blicke. Za, Frieden und Trost der Liebe, Allgütiger! dessen sanftes Licht die Höhen erleuchtet und dem einsamen, zagenden Wanderer den Weg zur traulichen Hütte weiset! Frieden und Trost uns Allen auf der bangen Pilgerfahrt Lurch dieses Leben! Frieden und Trost gieb unserm Herzen! Amen. 8 — z. V Ps. 121.

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