Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 6 (6.8.1842)
- Date
- 1842-08-06
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1842 M 6. Kiest Zeitschrift erscheint »vchrvtUch einmal, und «war so. daß sie rum Sab« bat» überallhin versandt kein kann, »er Preit »et Jahrgangiü t Thlr. 10 Sgr., ohne Porto.Zuschlag für Pre»- ßea. Alle Post-Anstalten ». Zeitungt-Expeditioneu de« Zn» und Auslände« nehmen Bestellungen au. Kabbath - Statt. Unter Mitwirkung des Vr. 2. L. Saalschutz, isr. Pred. in Königsberg, herausgegeben von vr. Hermann Sommerkeid, isr. Prediger in Elbing. Mit Lönigl. Preuts. allergnädigtter Loncettion. In diese Zeitschrift werde» Annoncen gegen 1 Sgr. Gebühren für die gcspal» tene Petit-Zeile oder drren Raum aufgenommea. Briefe bittet man portofrei durch Hrn. E.F. Steinacker in Leipzig oder direct an die -,Buchhandlung von Reumann» Hartmann in Elbing" einjusenden. Zum Sabbath, d. 6. August. .(שבת פ' ראה (ראש חרש 30. Ab 5602. Das Gebet, bei Erscheinen des Neumondes. »An jedwedem Neumonde und an jedwedem Sabbath soll alles Fleisch kommen, um vor mir sich niederzuwerfen, spricht der Ewige." üaxktorak, Zes. 66, 23. a) ®29fr feiern an diesem Sabbath zugleich das Fest des Neumondes. Lasset uns demnach in die Empfindüngen uns versenken, mit welchen der Israelit, nach der Lehre der Religion, das neue Licht des Mondes begrüßen soll. Der segensreiche Glanz der Sonne, der stille leuchtende Wandel des Mondes erfüllte die Menschen seit je mit Staunen und Bewunderung, ja, riß sie, wie dies bei allen heidnischen Völkern geschah, zur Anbetung hin. Zn diesem letztern, in der abgöttischen Verehrung der durch ihr Licht wohlthatigen Gestirne, hierin stellte sich der schmerzliche, und für die Menschheit so schwer zu vermeidende, Übergang von Wahrheit zum Zrrrhum, von natürlich menschlicher Empfindung zur Sünde, Lar. Der Heide vermochte es nicht, sich von der Schöpfung zu ihrem Schöpfer zu erheben, er blieb bei jener, er blieb auf halbem Wege stehen, und betete statt des göttlichen Meisters sein Werk an. Da trat die Offenbarung, die göttliche Führerinn der Menschen, auf und sprach das kurze, inhaltschwere והיה מרי־־חרש בחדשו ומרי שבת v Jes. 66, 23 r בשבתו יבוא כל־בשר להשתהות לפני אמר ה' Wort aus, nach welchem die Weisen der Völker vergebens geforscht: »Am Anfänge schuf Gott den Himmel und die Erde." Und ferner: »Er sprach, es werde Licht! und es ward Licht!" und ferner: »Gott machte die beiden großen Lichter, den Mond und die Sonne, und auch die Gestirne." — So ward der Mensch sicher, durch die grenzenlosen Fernen der Schopfung hindurch, den leuchtenden Thron Gottes nicht zu verfehlen und sich mit seinem Glauben nicht zu verirren in dem Gewirre der Welten. So konnte er sich denn mit der vollen Freudigkeit seines Gemüths, mit der ganzen Begeisterung seiner, dem wahren Gott gewidmeten Anbetung, der Betrachtung der Natur hingebcn. Daher verstand es auch ganz besonders der Hebräer, die Pracht der Schöpfung in den großartigsten, unnachahmlichen Bildern der Seele vorzuführen, weil er von der Höhe der Gottes - Erkenlltniß, zu der er sich emporschwang, Alles in einem reinern Glanze und wunderbarerm Zusammenhänge erblickte. So wurden denn diese lehrreichen und erhebenden Betracht»«- gen und Gedanken die reinsten Hebel und Mittel der Andacht. Vernehmen wir, mit welch' großartigem Blick der Psalmist dies weite Reich der Schöpfung durchwandert, schauen wir in das erhabne Bild voll Leben und Regsamkeit, das er, im Lichte Gottes, vor uns aufrollt im 104. Psalm. 'ברכי נפשי את ה " Preise, meine Seele, den,Ewigen! — Ewiger! mein Gott! gross bist Du, Pracht und Majestät itt Dein Gewand. Du, der in Licht sich hüllet, wie in ein Meid, die Himmel spannete gleich einem Zelte, der aus Wassern seine Höhen wölbet, aus Wolken keinen