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Sabbath-Blatt · 1843-03-11 · 10 (11.3.1843) · p. Seite 38

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
10 (11.3.1843)
Date
1843-03-11
Page
Seite 38 (sequence 2)
Language
German
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38 treffen, in Schranken hielte. Wahrlich, dazu ist uns die heilige Religion nicht gegeben worden, daß wir mit Zittern und Zagen, mit Unlust und Unwitten, die göttlichen Vorschriften erfüllen, mit verdrossenem Sinne und kaltem Herzen der Stimme Gottes folgen; dazu hat sich Gott nicht als ein Vater des Erbarmens und der Liebe offenbaret, daß wir sein Gesetz für eine Zuchtruthe halten, und uns darunter beugen und krümmen; sondern es stehet geschrieben: »Du sottst den Ewigen, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüthe." Wenn du nicht mit ganzem Herzen das Gebot des Herrn erfüllest, wenn du nicht mit allen Fäden deiner Seele an den Worten deines Vaters hängest, wenn nicht in der Tiefe deines Gemüthes die Lust Zum Gehorsame wohnet, — dann hat dein Gehorsam wenig Werth und Bedeutung, und so du auch Brandopfer und Speisopfer bringst, der attheilige Gott verachtet die Opfer, die nicht in der Liebe und in dem wahren Gehorsame ihren Grund und ihre Wurzel haben. Glaubst du darin bestehe die Frömmigkeit, daß der Mensch die Äußerlichkeiten der Religion beobachte, faste und sich kasteie, jeder Freude entsage und Opfer auf Opfer häufet? Gehorsam ist besser als Opfer! Willst du dich abfinden bei dem Ewigen durch ein Äußerliches, durch ein Opfer, wie König Saul? Dem Könige Saul war es zu schwer zu gehorchen, darum zog er das Leichtere vor, das Äußerliche, und brachte ein Opfer von der Beute, die er im Kriege gewonnen. So ist es auch euch zu schwer zu ge-- horchen, wenn der Herr spricht: »Bringet Opfer, aber Opfer der Gerechtigkeit! " und ihr zieht das Leichtere vor und dünkt euch schon fromm und gottesfürchtig, wenn ihr nur viel betet und äußerlich fastet, wenn ihr nur mit aller Ängstlichkeit die Schale hütet, während der Kern der Religion, die Gerechtigkeit, die Wahrheit, die Liebe, euch fremd und fern bleibet. »Ich habe kein Wohlgefallen an euch, spricht der Gott Zebaoth, *) und Opfer verlange ich nicht aus eurer Hand." Ihr aber sprechet:^) »Womit soll ich erscheinen vor Gott? Womit soll ich hintreten vor Gott in der Höhe? Soll ich vor ihn treten mit Brandopfern, mit jährigen Kälbern? — Wird Gott Wohlgefallen finden an Tausenden von Widdern, an Myriaden Strömen Ols? Soll ich hingeben meinen Erstgebornen für meinen Frevel, die Frucht meines Leibes für meine Sünden?" — Also spricht Gott der Herr: »Es ist dir gesagt worden, o Mensch! was gut ist und was Gott von dir verlangt: Sei gerecht, liebe deinen Mitmenschen, wandle in bescheidenem Gehorsam vor deinem Herrn! Amen. (8-k-s.) 1) Mal. 1, 10. 2) Micha 6,6 ffg. הגיד לך ארם מה טוב ומה ה' דורש ממך כי אם עשות משפט ואהבת חסר והצנע לכת עם אלהיך. Etwas über die Gewichte und Münzen der alten Hebräer. Das kleinste Gewicht bei den Hebräern hieß גרה (Gera), und bedeutet Bohne (Zohannisbrodbohne), wahrscheinlich weil dieses kleinste Gewicht die Gestalt einer Bohne hatte, gleichwie die Griechen ihre kleinsten Münzen, ihrer Gestalt wegen, Obolen (Stabchcu) nannten. — Zwanzig Gera machen einen שקל (Schekel, Gewicht schlechthin) , 2. Mos. 30, 13. — Man unterschied einen heiligen Schekel und )einen gewöhnlichen Schekel. Letzterer enthält nur 10 Gera, und wird auch im Pentateuch Beka genannt. — 100 Schekel machen eine Mine (2 (מנה. Mos. 28,20. 26, 3000 Schekel ein Talent (2 , (כפך. Chron. 9, 16, 1. Kön. 10, 17. Diese genannten Gewichte dienten zunächst zur Messung der Metalle. Besonders edle Metalle sind von jeher zur Bestimmung des Werthes anderer Gegenstände benutzt worden. Ein Metall aber, welches das Äquivalent eines andern Gegenstandes werden sollte, mußte ein bestimmtes Gewicht in sich fassen. Solche Metallstücke von bestimmtem Gewichte sind von den Hebräern sehr frühe schon im Handel und Verkehr gebraucht worden. Schon Abraham kauft ein Stück Landes für 400 Schekel Silber, welches er dar wägt. Aus diesemM ä g e n geht hervor,

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