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Sabbath-Blatt · 1843-03-11 · 10 (11.3.1843) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
10 (11.3.1843)
Date
1843-03-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 10. Mese Zeitschrift erscheint vöchentlich einmal, und zwar so, daß sie mit der Post zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zuichlag für Preußen. Diejenigen Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post at» t> ath - latt. Unter Mitwirkung des vr. 3. L. Saalschutz, ist. Pred. in Königsberg, herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Aönigl. Preuts. allergnüdigkter Concettion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesey« tcs Bestellgeld an das Post- Amt. Alle Wohllöbl. Post. Anstalten und Zeitungs- Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Beste!- tungcn an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhandlung bezogen werden. , Zum Sabbath, d. 11. März. .(שבת ב' ויקרא (זכר 9. Weadar 5603. Der Gehorsam gegen Gott. .הנה שמע מזבח חוב ״Sichel Gehorsam ift besser, denn Opfer I" Haphtorah. 1. S«M. 15, 22. ^^in Vater hat nur das Wohl seines Kindes im Auge. Darum soll das Kind seinem Vater Gehorsam leisten, und in allen Stücken dessen Willen ehren, und keinen Zoll abweichen von dessen Worte. Gilt dieses vom Verhältnisse eines Kindes zu seinem menschliehen Vater, um wie viel mehr sind Wir verpflichtet, unserm himmlischen Vater zn gehorchen, sein Wort zu erfüllen, seinen heiligen Willen zu ehren, seinen Weg, der uns vorgezeichnet, mit Vertrauen und Ergebung zu wandeln. —-WasGott von uns verlangt, dimr ja nur zn unserm Wohle, wir fördern nur dadurch unser eignes Glück, denn nützest du dem Ewigen, wenn du ihm gehorchest? hat der Attmäch-- lige im Himmel einen Vortheil, wenn Lu seinen Willen befolgest? So wie der Wanderer sich einem Führer anschließcr, der ihm den rechten Weg soll zeigen, und auf dessen Stimme höret, damit er nicht auf Ab- Wege und Irrwege komme, so soll auch der Mensch auf die Stimme Gottes hören, daß sein Lebenspfad sich nicht in Nacht und Grauen verliere. Doch du überhörst die Stimme deines göttlichen Führers, du willst dm Weg nicht gehen, den Er dir in Liebe vorgezeichnet, du willst deinen eignen Weg gehen, willst lieber deinem Auge folgen, das da schaut nach dem, was ihm gefällt, willst dem Gelüste deines Herzens folgen, das da verlangt, was von Gott ve1> boten ist; — du hast als freier Mensch deinen freien Willen, Gott läßt dich gehen den Weg, den du erwählet, du fühlst dich anfangs dabei scheinbar glücklich und wirst auch so kühn zu glauben, ohne alle göttliche Führung dm Weg des Glückes zu finden — da wird es plötzlich Nacht u m dich und Nacht i n dir, kein Stern leuchtet dir, kein Hafen winkt dir, du segelst ans dem Meere des Lebens, verlassen von Gott, den du verlassen hast, verlassen von Menschen, die deiner vergessen haben, und dein Lebmsschiff müßte ret- Lvngslos an diesem oder jenem Felsen zerschellen, wenn Gott sich nicht auch des Sünders erbarmen möchte. Doch du zählst dich nicht zu den Sündern, die dem Willen Gottes zuwider handeln, die den Weg verlassen, den Er vorgeschrieben, du sprichst: »Ach befolge das Wort des Herrn." Aber wie gehorchst du der Stimme Gottes? Ist die kindliche Liebe, ist die Hingebung gegen Gott der Grund deines Gehörsams, oder ist er nicht vielmehr die knechtische Furcht, die dich von dem Pfade der Sünde zurückhält? Euer Vater im Himmel hat zn euch gesprochen: בנים אתם לה׳ אלהיכם, »Kinder seid ihr dem Ewigen, Eurem Gotte," ihr aber stehet eurem Vater, wie furchtsame Knechte gegenüber, die nur aus Furcht vor Strafe das Böse meiden und des Herrn Wort, als eine Bürde, als eine Last betrachten. Eine Bürde ist euch die Religion, das Wort Gottes, ein Zoch, das ihr abschütreln möchtet, wenn euch nicht die Furcht, Gottes strafende Hand könne euch hier oder jenseits

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