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Sabbath-Blatt · 1843-01-14 · 2 (14.1.1843) · p. Seite 6

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
2 (14.1.1843)
Date
1843-01-14
Page
Seite 6 (sequence 2)
Language
German
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6 Meer in trockne Pfade umgewandclt und den Wellen geboten sich znrückznzrehen, der Zeichen und Wunder gewirkt vor den Augen der Wclr, die Sklaveuban- Len zertrümmert und dem Volke wrcdergegeben hatte — seinen Adel, seine Ehre, seine Große. Wohl konnte damals (?א) das Volk ein frohes Lied anstimmen, denn hinter ihm lag Ägypten, das Sklavenhaus mit seinen Martern, und vor ihm erhob sich das Land der Freiheit, von Gottes Angesicht erleuchtet. Ausgeträumt war der schwere, bange Traum, entflohen das Granen der Leidensnacht, Weh hatte sich in Wonne und Finsterniß in Licht gewandelt. Ausgerungen war der Kampf, Gott hatte den Sieg Verliehen, besiegt lag die Tyrannei, überwunden waren die Feinde der Freiheit, Pharao sammt seinem Heere ward die Bente der Wellen, und weil er einst in Israels Herzblute sich gebadet hatte, darum fand er sein Grab im Herzen des Meeres. Wohl konnte Las Volk damals singen und frohlocken, denn errettet war es ans dem Lande des Aberglaubens und des Zrrrhnms, frei sollte es werden von Allem dem, was das Licht der Vernunft in uns verdunkelt und die Seele herabwürdigt zur dienenden Magd. Reine, Helle Gotteserkenntniß zu gewinnen, den Adel der Freiheit zu bewahren, das ward nunmehr des Volkes Ziel und Streben. Bei solchem Streben aber wird das Her; von Freudigkeit und Mrrth erfüllt, und wo Muth und Kraft in des Menschen Seele flammet, da erhebet sich ein volltönendes Lied, als Opferfiammc, gen Himmel empor, wo der Unendliche thronet in seiner ewigen Freiheit und Herrlichkeit. Wohl konnten sie damals ein Lied singen aus vollem Herzen, denn in ihrem Herzen wohnte der Glaube, waltete das Vertrauen und lebte die Hoffnnng. So innig wie das Kind dem Vater sich hingiebt, und alle seine Wünsche, alle seine Angelegenheit ihm allein überläßt, so mit kindlichem Vertrauen schloß Israel sich damals seinem himmlischen Vater an, und obwohl sie weder Nahrung noch Vorrath mitgenommen hatten, לחם WV תם צרה לא obwohl sie nicht wußten, woher sie nehmen würden, um sich das Leben zu erhalten, so vertrauten sie dennoch auf Gottes Macht und Güte, priesen seine Gnade und lobten seine Stärke. Jahrtausende sind vergangen, seitdem dies Lied ist gesungen worden, und noch immer tönt es forr von Geschlecht zu Geschlecht. So weit Israels Name reicht, ist heute angestimmt worden jenes himmlische Lied, dessen Klänge nie und nimmer verhallen werden, so lauge noch Einer athmcu kann in Israel, so lange noch Einer seine Lippen bewegen kann, nrid zu preifen Gottes Allmacht und Herrschaft. Seine Herrschaft aber währet in Ewigkeit, denn so endet das Lied mit den Worten: ה' ימלך לעלם ועד »Der Herr wird regieren immer und ewig!" llmen. (8-r - 6.) ,1.1—,1 Höchster Zweck der Schule und lamenLLich der Volksschule. (Schluß,) Müßiggang ist aller Laster Z ' » altes Sprüchwort, Las schon jener PH! ׳׳ zu haben scheint, indem er sagt: die K; » sind Müßiggänger, datum sprechen si en hingehen und unserm Gotte ein! ngen," was er, weil seine Arbeiten dab ein lafterhaftes Begehren hielt. Zndeß je Müßiggang ist weit ettfernt, sich n rrn hm zu verirren, was lernt natürlich ,; nrrung wäre, sondern de: unbeschäftighet und verirret sich in dm Labyrinthe cht und Leidenschaft. Unmttelbar ist es geistige Müßiggang, der di Laster erzeug , Müßiggang, die äußere!lrbertslosigkei mittelbar und unter besondrn Umstände!;r wahr- Haft Gebildete, derim Stande if ׳m Geiste zu beschäftigen, HHern Gedank zm, sich den Empfindungel und Betr tzugeben, welche Z. B. der Lnbliek der N! :e Gebier der Kunst ihm daweicht, bedw ׳ beit, der äußern Beschäftigmg, um nicht zerathen? Aber d e r wird ieser Gefahr Her, nkchr gewöhnt, an geistgen Dingen -men und in ihnen seine Bericdigung zu ohne äußere Beschäftiguig sieht. £ ie bisher feine Aufmerksameit in Anspr t hinderte ן I f. fi'

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