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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1968-07-01 · 7 (Julio, 1968) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXX (1968)
Issue
7 (Julio, 1968)
Date
1968-07-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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JULIO 1968 BOLETIN INFORMATIVO 15 SPEZIALBERICHT AUS USA: BOB KENNEDY IST NICHT MEHR... Por Kurl R. Grossmann Die wenigen medizinischen Bulletins, die vielen Fachkommentare Hessen nur einen Schluss zu: dass Robert. F. Kennedy keine Hoffnung hatte, zu ueberleben. Selbt die Experten, die eine solche Chance fuer nicht ganz unmoeglich hielten, machten klar, dass die physischen und psychischen Folgen fuer Kennedy ausserordentlich tragische sein wuerden. Die Moerderkugel hatte eine der wichtigsten und sensitivsten Stellen des Gehirns getroffen und Blutverlust, wie andere Komplikationen, Hessen keinen anderen Schluss zu: hoffnungslos. Kennedy kam nicht wieder zum Bewusstsein und starb am 6. Juni, 4.44 New Yorker Zeit. Der folgende Sonntag ist zum offiziellen Trauertag erklaert worden. Wieder wehten die Flaggen auf Halbmast; in den Kirchen und Synagogen draengten sich die Menschen, um an den spontan einberufenen Gedenkgottesdiensten teilzunehmen. Autobusse und Automobile haben ihre Lichter zu Ehren des New Yorker Senators angestellt. Am Freitag, den 7. Juni, konnten die New Yorker von ihrem Senator Abschied nehmen; am Sonnabend fand eine Requiemmesse in der Sankt Patrick Kathedrale in der Fifth Avenue statt. Dann wurde die Leiche nach Washington ueberfuehrt und neben der Grabstaette seines Bruders, John F. Kennedy, beigesetzt. DIE GRIECHISCHE TRAGOEDIE DER KENNEDY -FAMILIE Kardinal Cushing, Boston, fragte die Mutter Kennedys, als er sie nach dem Mordanschlag besuchte: “Ich bin oefter zu Ihnen aus Anlaessen der Trauer denn aus freudigen gekommen. Warum muss Ihre Familie soviel Leid ertragen?” Die 78-jaehrige Mutter hat, nach Kardinal Cu- und ihr Glaube koenne nicht erschuettert werden. Dieser Ausdruck tiefer Religiositaet und der Glaube an “goettliche Entscheidungen” ist angesichts der vielen Tragoedien, denen diese Familie unterworfen wurde, schwer zu verstehen: Der aelteste Sohn, Joseph P. Kennedy, Jr., verunglueckte am 12. August 1944 in einem Flugzeug ueber England. John F. Kennedy, der spaetere Praesident, kam waehrend des Kriegs beinahe in einem Schnellboot in eirfem Gefecht mit zwei japanischen Zerstoeren um. Seine Schwester Kathlean verlor ihren Mann am 10. September 1944 in Frankreich. Sie selbst starb am 14. Mai 1948 nach einem Flugzeugunglueck. Das naechste Unglueck, das die Familie traf, war der Schlaganfall des Vaters im Dezember 1961. John und Jacqueline Kennedy verloren zwei Kinder, das eine totgeboren, das andere starb nach 39 Stunden. John F. Kennedy, der Praesident, wurde am 22. November 1963, ermordet. Am 19. Juni 1964 hatte der juengste Bruder, Edward M. Kennedy, Senator von Massachussets, einen schweren Flugunfall, der ihn ueber ein Jahr ans Bett fesselte. Die letzte Tragoedie der Familie ereignete sich am 5. Juni 1968 in Los Angeles. DIE KONSEQUENZEN Die Konsequenzen der Ermordung Robert F. Kennedys sind unuebersehbar. Lyndon B. Johnson hielt eine der Situation angemessene Rede, setzte eine zehnkoepfige Kommission, unter Vorsitz von Prof. M i 11 o n Eisenhower, dem frueheren Praesidenten der John Hopkins Universitaet, mit dem Auftrag ein, die Gewaltanwendung im politischen und gesellschaftlichen Leben der USA in allen ihren Aspekten zu studieren und Vorschlaege zu unterbreiten. blutigen Ereignisse in Los Angeles nun vom Kongress verabschiedet werden; aber wie Senator Thomas Dodd, der sich seit sieben Jahren um ein solches Gesetz bemueht, bitter kommentierte: “Es trifft nicht den Kern des Problems”. Das Problem ist, dass 50 Millionen Waffen unregistriert in den Haenden amerikanischer Buerger sind, darunter sicherlich eine grosse Anzahl, die diese Waffen nicht dazu benutzen werden, den Bruder Mensch zu toeteri. Solange aber die Registrierungspflicht fuer solche Waffen nicht besteht, bleiben die Bestimmungen des Verbots von Verkauf an Minderjaehrige und ueber die verschiedenen staatlichen Grenzen wirkungslos. Im Jahre 1967 wurden, 5.600 Personen in USA durch Revolverschuesse getoetet, in England waren es 30 und in Frankreich 20. Die Folgen koennen sehr wohl die demokratischen Grundlagen dieses Landes erschuettern; denn wie ein Kommentator am Femsehschirm sagte: “Im Diktaturstaat schiesst nur einer - die Polizei”. Was auf jeden Fall aber eintreten wird, ist eine Aenderung der Wahlkampagne, da Kandidaten, obwohl nun von Sicherheitsbeamten geschuetzt, es weniger und weniger riskieren werden, ihre Haut zu Markte zu tragen. Staat der persoenlichen Wahlschlacht werden wir die maschinisierte erleben... am Femsehschirm. Fuer einige Zeit hatten alle Kandidaten ihre Kampagne eingestellt. Kennedy, nach seinem groessten Sieg, ist nicht mehr. James Reston in der New York Times glaubt, dass die Stimmung des Landes Eugene McCarthy nutzen wird, der nach Washington zurueckgekehrt war. Andere meinen, dass Humphrey nun unschlagbar ist. und STEPPDECKEN mit Woll- und Polycronfuellung extra leicht Max Wetzstein 6c Sobs Av. M. Montt 2«5« Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste Importiert« Bezugsstoffe u. Inletts itaendlg auf Lager. Schlafsaecke fuer Ausflueglei Komme einmal lm Monat nach Viña u. nehme Auftraege entgegen. DIE HINTERGRUENDE DER ERMORDUNG Der Taeter Ist der 24 jaehrige Araber Sirhan Bishara Sirhan, dessen Eltern im Januar 1957 zunaechst nach New York kamen. Der Vater zerstritt sich mit der Familie, blieb noch einige Zeit in New York und kehrte dann nach dem jordanischen Teil Jerusalems zurueck und lebt heute in dem von den Israelis besetzten Teil Jordaniens, Et Taiyiba. Die Mutter ging mit ihren Soehnen nach Kalifornien, und sie leben in Pasadena in der Naehe von Los Angeles. Dort ging Sirhan zur Schule. Er hat noch drei Brueder, von denen zwei der Polizei bei der Identifizierung des Moerders behilflich waren. Sirhan wird von dem Polizeichef von Los Angeles als “sehr kuehl sehr ruhig, sehr ausgeglichen und ziemlich intelligent” geschildert. Fruehere Arbeitgeber charakterisieren ihn als “rebellisch” der sich ungern Anordnungen unterwarf. Die Motive seiner 'lat erscheinen klar: Wie immer, so hatte Robert F. Kennedy in seiner Debatte mit Eugene McCarthy am 1. Juni auch di° amerikanische Verpflichtung, Israel in seinem Kampf zu ueberleben, beizustehen, ausgesprochen. McCarthy hatte das noch verdeutlicht. In jedem Falle, in dem Besitz von Sirhan wurde ein Zeitungsausschnitt eines Kolumnisten gefunden, der Kennedy vorwirft, in Vietnam eine “Taube”, im Mittelosten ein “Falke” zu sein. In einem Notizbuch von Sirhan, das die Polizei beschlagnahmte, befindet sich eine Notiz, dass “Kennedy vor dem 5. Juni 1968 ermordet” werden muesse. Eine andere Notiz besagt, dass Sirhan im Falle einer Verhaftung nicht ueber seine Tat mit den Behoerden sprechen werde. In Sirhans Besitz wurden vier Hundert-Dollar- Noten gefunden. Es ist eine reine Spekulation, was diese Notizen bedeuten. Hat Sirhan von jemanden Instruktionen erhalten und sich diese spaeter notiert? Auffaellig ist, dass Sirhan, der noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, in seinen Vernehmungen einer Linie folgt, die kaum von ihm allein erdacht sein kann. Sein Benehmen ist das eines “Gentlemen”, und er spricht mit der Polizei ueber viele Dinge, nur nicht ueber seine Tat. Eine in New York ansaessige pro - arabische Gruppe, “Federated Americans against Israeli Racism”, hat offen ihre Unterstuetzung fuer den Taeter ausgesprochen. Das nicht so radikale Action Committe on American-Arab Relations verurteilt zwar die Tat, aber erklaert sie als die Folge, dass amerikanische Politiker das arabische Volk in Palaestina an die juedischen Waehler in USA “verkauft” haetten. Robert F. Kennedy wurde von einem Interviewer gefragt, ob er das “physische Risiko” beachte. Der Senator dachte einen Augenblick nach und antwortete mit einem Zi- BUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderunfan Uhren Reparaturen Staendige Auswahl ron Schmucksachen rdif. Pza. de Armas Local 136, (entrepiso) 31 DE MAFO 5JU Telefon privat 541 SS Ei"çant MONJITAS 171 tat von Aeschylus: “Keinem Menschen ist ein sicherer Hafen garantiert”. Arriendo De parlamento nuevo sin uso 3 dormitorios baño y medio, dos balcones, calefacción CrittaL Huérfanos 1369 9.o piso Tratar Vic. Mackenna 1423 Fono 52185. Horas de oficina. Joven soltero 30 años EUSCA SOCIEDAD Aporto capital y trabajo. Doy y exijo buenas referencias bancarias y comerciales, seriedad y reserva. Escribir "Socio" Casilla 14938 - Correo 15 - Santiago. 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