Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXX (1968)
- Issue
- 5 (Mayo, 1968)
- Date
- 1968-05-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO MAYO 1968 22 W.I.Z.O. Wieder einmal ein besonderes Ereignis in der Wizo, und gleichzeitig eine Abwechslung und geistige Auffrischung fuer alle: fuer die Wizo-Chaveroth, fuer die in Bueros und Geschaeften taetigen Gatten und fuer alle am Schoenen interessierten Menschen. Die Wizo hat Herrn Francisco Otta fuer Ende Juni - Anf. Julio gewonnen, um uns in die verschiedenen Gebiete der modernen Malerei einzufuehren, die zwar viele interessieren, aber nicht allen zugaenglich sind. Dank seines profunden Wissens und seiner unterhaltsamen Rednergabe ist Herr Otta der gegebene Mann, uns den Impressionismus, Expressionismus und die neuesten Kunstformen wie Op und Op Art zu erklaeren, Gleichzeitig wird er auch Einfluss und Stellung juedischer Künstler in diesen Kunstformen beruecksichtigen. Wir freuen uns besonders, diesen Zyklus zu den Zeitpunkt veranstalten zu koennen, da er das Verstaendnis der kommenden epochalen Ausstellung des Museum of Modem Art aus New York hier in Santiago “Von Cézanne bis Miró" (50 Meisterwerke) wesentlich erleichtern kann. Die 3 Vortraege des Herrn Otta finden am 18. Juni, 25. Juni und 2. Juli statt, jeweils Dienstags abends um 20Uhr30, im Saale Portugal 810. Wir hoffen, recht viele Interessenten und Wizo-Freunde bei uns sehen zu koennen und bitten um zahlreiche Anmeldungen bei den Gruppen-Mitgliedem. Vielen Dankt PROGRAMM FUER MAI - JUNI Gruppe Henrielia Szold Donnerst. 30. Mai: Lene Back: Judentum einmal anders Donnerst. 13. 6.: (Ein Jahr nach dem Krieg) Mein Kibbuz: Frank D. Ruben* Gruppe Ahavah 10. Juni: Kaethe Reiss: Reiseerlebnisse in Europa und Israel (mit Lichtbildern) Gruppe Vera Weizmann Mont. 27. Mai: Israel in der Presse Mont. 10. Juni: Else Gans: Aufbruch ins 3. Jahrlausend Mont. 24. Juni: Edith Z. de Friedler: Algunos conceplos juridicos Gruppe Hanna Meisel Lotte de Jong: Ausgrabungen in Israel Dienst. 28. Mai: Dienst. 11. Juni: Sr. Levy: Reisen im Film Dienst. 25. Juni: R. Rubens: Wieso kommt es? (Der Ursprung des Aberglaubens) Gruppe Golda Meir Montag abend 27. Mai: Dr. S. Rudolphsohn: Die Heilung chronischer Krankheilen Montag abend 10. Juni:. Dr. W. Rubens: Der amerikanische Kolonialstil (mit Beispielen) Gruppe Anne Frank April: Dorit Langsam u. Eva Markievicz: El renacimiento del idioma hebreo Lunes 27. May: Dr. Steffi Rafael: Psiquiatría Infantil Grupo Kaloniolh Lunes 3 Junio: Betti Gelman: Orientadora Profesional Lunes 17 Junio: Lili Sohr: Consejos sobre estética femenina Grupo Emunah Sábado 11 Mayo: Cocktail con los maridos en honor del Jom Haazmaut Lunes 10 Junio: Reunión del grupo Grupo R. Shazar Reuniones según aviso telefónico Wichtig: Francisco Otta gibt einen Zyklus von 3 leicht fasslichen Vortraegen mit Diapositiven fuer Kunstfreunde ueber: “Einfuehrung in die moderne Kunst” (Impressionismus, Expressionismus, Op Art etc.) am Dienst. 18|6, 25.|6.,2.|7 Gaeste willkommen! Am 4. Jjar 5728, d.i. der Welt Bewunderung abringt 2.Mai d.J., waren es 20 Jahre, Fuer so manches Land der dass Israel ein freies Land ganzen Welt ist unser Staat wurde. In diesen wenigen heute ein mustergueltiges Jahren hat unser Staat so Vorbild geworden, einen enormen Fortschritt in Es sind 20 Jahre des Fort- Kultur und Wirtschaft geschritts, aber zugleich 20 macht, dass er der ganzen Jahre des Kampfes und der ISRAELISCHE UND JORDANISCHE FOERSTER ARBEITEN HAND IN HAND Herbert Freeden, Jerusalem Abdullah kauert mit einer Gruppe von Maennern auf dem Boden und fuellt umstaendlich feuchte Erde in einen kleinen Plastikbehaelter. Er ist 45 Jahre alt, arbeitet seit dem Jahre 1962 hier, auf den Bergen von Hebron, in einer Baumschule, die zur Zeit des britischen Mandats errichtet, dann vom Landwirtsministerium des Jordanischen Koenigreichs uebernommen wurde und jetzt unter israelischer Aufsicht steht. Als im vergangenen Juni der Sechstagekrieg ausbrach, fluechtete Abdullah nach Jordanien, doch nach 1 1|2 Monaten kehrte er zurueck. Man hat mich gebeten zurueckzukommen, sagte er, wobei es unklar bleibt, wer “man” ist — Moshe Dayan, die Kollegen in der Baumschule oder seine beiden Frauen mit acht Kindern, die er im Fluechtlings- Verteidigung zur Erhaltung der lang ersehnten Freiheit. Darum ist dieser Jahrestag ein besonderer, der von den Juden der ganzen Welt gefeiert wurde. Audi unsere Wizo, das Centro Henrietta Szold, hat eine wuerdige und schoene Feier realisiert, ueber die wir im naechsten Boletín ausführlich berichten werden. Die Ziele unserer Arbeit sind laengst gut bekannt: wer Wizo hilft, erfuellt damit eine heilige Pflicht. Am 24. April d.J. fand in einem der Salons des Hotel Carrera eine Kindermodenschau statt, die von unserer Gruppe EMUNAH veranstaltet wurde. Die reizenden Kleider und Maentel und noch allerlei Details waren von den uns bereits gut bekannten Firman: Modas Gaspar, Calzados Nápoli sowie unter Mitwirkung der Firmen. Cristalerías Videcor, Shyf, Calcetines Monach S. A., Arditi y Corry, Cierres Atlas, Laboratorios Emma Scott und Bárbara Lee, sowie Durandine S. A., Lainco, Helados Savory S. A. zur Verfuegung gestellt. Der unermuedliche Fleiss und die sorgsame Arbeit der “Modelle” Ruth Brady, Sonia Brilovich, Jeanette Gassmann, Gaby Klaber, Diebie und Monika Loeb, Paty Malfil, Sonia Pelzei, Raquelita Shatz, Caty Trajman, Irene Valenzuela, Jaqueline Wolf und Dany Schnitzler, muessen hier hervorgehoben werden, wobei der kleine “Playboy” und “Sportsman”, Soehne einer unserer eifrigsten Chaveroth der Gruppe, eine besondere Attraktion bildeten. Speaker und Pianist wurden aus dem Canal 13 der TV mobil gemacht. Der Kindermoden-Tee unserer Gruppe Emunah war auch in diesem Jahr von besonderem Erfolg begleitet. Den Leiterinnen der Gruppe Chaverah Ruth Rebolledo und Chaverah Cilla Kaffe, sowie allen Helferinnen und allen genannten Firmen, entbieten wir hiermit im Namen unserer Wizo unseren herzlichsten Dank. lager zurueckgelassen hatte, wo er seit 1950 lebt. Er hat seinen Arbeitsplatz wieder bekommen, aber nur auf Tagesbasis, was ihm ungefaehr 150 Pfund im Monat einbringt. Wenn Schnee oder Regen die Arbeit unterbrechen, vendient er nichts. Trotzdem geht es ihm besser als den festangestellten Kollegen, die 180 Pfund Monatslohn erhalten, denn fuer seine grosse Familie sorgt die UNRRA im Fluechtlingslager — freie Wohnung und freie Essen-Rationen. Hassan, Vater von nur vier Kindern, hat es schwerer. Er lebt ngemlich in einem Dorf bei Hebron, ungefaehr acht Kilometer von seiner Arbeitsstelle, und obwohl seine Familie kleiner ist und er 30 Pfund mehr im Monat verdient als Abdullah, kann er es sich nicht leisten, taeglich den Autobus von und nach Hause zu nehmen und schlaeft in einer Huette in der Baumschule. Nur das Wochenende verbringt er in seinem Dorf. In den beiden arabischen Baumschulen in den Bergen von Hebrqp sind ungefaehr 40 Menschen taetig, die in dieser Saison eine halbe Million Setzlinge fuer die Aufforstung gezogen haben. Die Waelder haben durch Stuerme und Schnee starken Schaden gelitten, stellenweise ist ein Drittel des Baumbestandes vernichtet worden. Das wird darauf zurueckgefuehrt, dass die Araber die Baeume zu dicht aneinander gepflanzt haben — die Wurzeln konnten sich nicht genuegend ausbreiten, und die Staemme knickten wie Streichhoelzer. Waehrend in Israel bei neuen Waldpflanzungen im Durchschnitt 70 Prozent der Seztlinge Wurzel fassen, liegt der Prozentsatz des Ueberlebens hier bei nur 20 bis 30 Prozent. Foerster des Keren Kajemet instruieren jetzt in diesen Waldgebieten, die bis zum Juni zu Jordanien gehoerten, ihre arabischen Kollegen in der Pflege junger Setzlinge — Auflockerung der Erde und Entfernung von Wild wuchs, um sie vor Ersticken zu schuetzen, und Aushebung kleiner Graeben um die Setzlinge herum, damit im Winter das Regenwasser und im Sommer die Tautropfen besser aufgefangen werden koennen Alles in allem sind in dieser Pflanzungssaison 1.500 Araber aus den Nablus — und Hebron-Gebieten, aus dem Gazastreifen und dem noerdlichen Sinai bei Forstarbeiten beschaeftigt. Reihe an Reihe stehen in der Baumschule die Setzlinge zum Anpflanzen bereit. Wenn man sich die Behaelter naeher ansieht, in denen diese gruenen Sprossen aufwachsen, entdeckt, man, dass die Saat in ausrangierte jordanische Munitionskaesten gelegt worden ist. Ueberall ist noch die Aufschrift zu lesen “G. Branch, H. Q. Jordan, Arab Army, Amman, Jordan”. Wie in anderen ehmalig jordanischen Ortschaften hat man auch hier reichlich Munition gefunden, die die Amerikaner der Arabischen Legion geliefert hatten. Jetzt steht neben der Aufschrift “Fuses” (Sicherungen) oder “Exploders” (Explosionsstoff) die Bezeichnung “Kiefern”, “Eukalyptus”, “Zypressen”, je nach der Baumart, die gerade gezogen wird. In der Stadt Hebron ist das Distriksbuero fuer Aufforstung — immer noch an der selben Stelle, an der es einmal die Briten errichtet und dann die Jordanier uebernommen hatten. Der Direktor fuer Forstwesen ist nach Jordanien gefluechtet, aber Mustapha, sein Stellvertreter, ist geblieben und hat das Amt uebernommen. Mustapha, Vater von vierzehn Kindern, ist mit diesem Buero seit 26 Jahren verbunden — er hat als einfacher Forstgehilfe begonnen und sich langsam emporgearbeitet. Ein paar Waldwaechter bringen dampfenden Kaffee, sie haben noch die gleiche Uniform, die sie vor 20 Jahren unter der britischen Mandatsverwaltung getragen haben. Auf vielen Aktendeckeln prangt das Hoheitszeichen des Haschemitischen Koenigshause. Die neuangelegten Akten zeigen allerdings nicht das Symbol des Staates Israel, nicht einmal seinen Namen, Sie sind lediglich ueberschrieb e n “Militaerverwaltung, Landwirtschaftsabteilung”. Waehrend Jehuda, der Fiorstinspektor des Keren Kajemeth, angegraut und dicklich, den Arbeitsbericht studiert und Ratschlaege gibt, zeigt mir Mustapha eine Gruppenaufnahme, die vor 25 Jahren gemacht wurde: dort sieht man Jehuda als jungen schlanken Mann im Kreis von britischen und arabischen Foerstern. Dann deutet Mustapha auf ein winziges Buerschlein, das ein paar Geraete traegt: “Und das bin ich" fuegt er stolz hinzu. PROPAGANDISTA MEDICO ACTUALMENTE TRABAJANDO PARA LABORATORIO DE IMPORTANCIA NECESITO PARA OFRECER INSTRUMENTOS ELECTRONICOS VENTAS, Casilla 10172 — Santiago